Lukas Roßhart bildet zusammen mit Dr. Holger Löbbert den Vorstand der ZG Raiffeisen Karlsruhe. Zur Bilanzpressekonferenz gab er auch einem regionalen TV-Sender ein Interview.
Lukas Roßhart bildet zusammen mit Dr. Holger Löbbert den Vorstand der ZG Raiffeisen Karlsruhe. Zur Bilanzpressekonferenz gab er auch einem regionalen TV-Sender ein Interview.
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ZG Raiffeisen

Weniger Weinerlös

Die ZG Raiffeisen Karlsruhe hat 2025 weniger umgesetzt, weil sie Standorte geschlossen hat – und weil die Menschen weniger konsumieren, auch weniger (badischen) Wein. Das soll nicht so bleiben. 
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Bei diesen Zahlen hätte man eine besorgtere Mine erwarten können: Die Sparte Märkte der ZG Raiffeisen Karlsruhe hat im Jahr 2025 ein Umsatzminus verzeichnet, und nicht unbedingt ein knappes. Der Nettoumsatz der zu dieser Hauptgenossenschaft gehörenden Raiffeisenmärkte ist im vergangenen Jahr gegenüber 2024 um 1,9 Prozent auf 119,2 Mio. Euro gesunken.

Dass Vorstand Lukas Roßhart auf der Bilanzpressekonferenz dennoch nicht in Weinerlichkeit verfallen ist, lag ganz offensichtlich nicht nur daran, dass die Zahlen für die ersten vier Monate deutlich besser aussehen. Vielmehr lässt er, wenn man ihn danach fragt, keinen Zweifel daran, dass er an den regional aufgestellten stationären Handel, wie die Raiffeisenmärkte ihn betreiben, glaubt. Er sieht, gibt er unzweideutig zu verstehen, jede Menge Potenzial.

Eine Sache aber betrübt ihn sichtlich: Der Weinabsatz sinkt. Was humoristisch klingt, hat einen ernsten Hintergrund; schließlich verkauft die ZG in ihren Raiffeisenmärkte nicht nur regionale Lebensmittel und also auch Wein, sondern die Raiffeisen-Genossenschaft vermarktet auch Lebensmittel, die von ihren Mitgliedern produziert werden – also auch Wein. Dazu gleich mehr.

Im Wein liegt wahrhaft Umsatz: Die Vermarktung regionaler Lebensmittel spielt für die Raiffeisenmärkte  der ZG eine wichtige Rolle.
Im Wein liegt wahrhaft Umsatz: Die Vermarktung regionaler Lebensmittel spielt für die Raiffeisenmärkte  der ZG eine wichtige Rolle. (Quelle: Dähne Verlag, Gangl)

Zunächst zur Gesamtbilanz. Begründet wird der Umsatzrückgang der Märkte im Wesentlichen damit, dass im Laufe des Jahres fünf unrentable Märkte geschlossen wurden. „Das war der Haupttreiber“, sagte Roßhart auf der Pressekonferenz. Flächenbereinigt habe man „knapp unter der Nulllinie“ gelegen. Allerdings sei der Geschäftsverlauf auch „von der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Einzelhandel“ geprägt gewesen.

Zum Jahresende hat die Genossenschaft 65 Raiffeisen-Märkte in Baden betrieben sowie unverändert zwölf Märkte der Vertriebslinie Trèfle Vert im Elsass und in Lothringen. Deren Umsatz ist um 1,2 Prozent gewachsen; wesentlicher Grund war Roßhart zufolge die Flächenerweiterung des Standorts Wittenheim im Süd-Elsass. „Flächenbereinigt haben wir auch in Frankreich plus/minus die Null-Linie erreicht“, so Roßhart.

Was die Sortimente angeht, so haben die Einzelhandels­standorte der ZG Raiffeisen ihre Umsätze im Bereich Heimtiernahrung um 2,5 Prozent gesteigert. Innerhalb des Segments gab es Verschiebungen. Im klassischen Sortiment Hund und Katze ist der Umsatz gewachsen, rückläufig entwickelt hat sich jedoch die Warengruppe Wintervogelfutter. „Auch hier…

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