Unschuldig

12.08.2004

Johannes-Peter Schnitger im großen Wuppertaler Korruptionsprozess glatt freigesprochen

Johannes-Peter Schnitger ist gestern nach einem Bericht der Westfälischen Rundschau vor dem Wuppertaler Landgericht ohne Einschränkungen in einem Verfahren wegen angeblicher Bestechlichkeit freigesprochen worden. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der Unnaer habe den Wuppertaler Ratsherrn Jürgen Specht bestochen, war nach Auffassung des Gerichts nicht haltbar.
Schnitger, so die Westfälische Rundschau weiter, sei stets nur eine Randfigur in der großen Wuppertaler Korruptionsaffäre gewesen. Vorgeworfen wurde ihm, als damaliger Chef der Hellweg-Baumärkte die Dienste von Jürgen Specht für die politische Vorbereitung eines Baumarkt-Neubaus in Anspruch genommen zu haben. Tatsächlich hatte Schnitger Zahlungen an Specht geleistet - und diese Leistung vor Gericht auch nie bestritten. Dabei sei es aber nicht um ein Honorar für politische Einflussnahme gegangen, sondern um die Vergeltung von Beratungstätigkeit, die mit Spechts politischem Amt nichts zu tun gehabt habe.
Jürgen Specht wurde wegen Bestechung in zwei anderen Fällen dennoch zu 21 Monaten Haft und zu einer Geldstrafe von 18.000 € verurteilt.
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