Österreich: Werbung als Lockmittel

23.08.2004
Sechs Prozent der beworbenen Artikel sind nicht vorrätig; Quote hat sich deutlich verschlechtert

Was in österreichischen Inseraten versprochen wird, werde nicht immer gehalten, warnt nach einem Bericht der Wiener Tageszeitung Kurier die Arbeiterkammer (AK) Wien. Rund sechs Prozent der beworbenen Sonderangebote seien im Handel gar nicht erhältlich. Konsumentenbeschwerden hätten in letzter Zeit zugenommen, so die AK.
Insgesamt 1.549 Sonderangebote in 43 Werbeprospekten aus den Bereichen Lebensmittel, Textilien, Kameras, Telefon, Computer, Schuhe, Sportartikel, Baumärkte, Spielzeug, Möbel, Autozubehör, Drogeriewaren und Haushaltsartikel wurden von der AK auf ihre Erhältlichkeit getestet. Die Preise wurden in ebenfalls 43 Geschäften in Wien und in der Shopping City Süd in Vösendorf (Bezirk Mödling) erhoben. Das Ergebnis sei im Vergleich zur letzten Erhebung schlechter ausgefallen: Waren im Jahr 2000 drei Prozent der Sonderangebote nicht erhältlich, waren es jetzt fast sechs Prozent.
Auffallend sei laut Arbeiterkammer gewesen, dass bei den Diskontern Hofer und Lidl bereits am selben oder am darauf folgenden Tag beworbene Sonderangebote nicht erhältlich gewesen seien. Aber auch bei Zielpunkt, Penny Markt und Kik seien Sonderangebote schon am zweiten Tag nicht mehr zu kaufen gewesen. Besonders konsumentenunfreundlich sei ein Flugblatt der Firma Adeg gewesen: Dort sei auf der letzten Seite klein gedruckt der Hinweis gestanden, dass die Sonderangebote nur in ausgewählten Filialen erhältlich seien - in welchen sei aber nicht ersichtlich gewesen.
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