Ein schwieriges Jahr

10.03.2008
Um 1,4 Prozent haben die Bau- und Heimwerkermärkte das Umsatzniveau des Vorjahres verfehlt. Flächenbereinigt fällt das Minus noch höher aus. Nur einige wenige Warengruppen lagen im Plus

Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland haben im vergangenen Jahr 17,64 Mrd. € und damit 1,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Diese Berechnung des DIY-Panels durch die GfK im Auftrag des BHB bezieht sich auf Märkte mit mehr als 1.000 m² beheizbarer Verkaufsfläche. Flächenbereinigt belief sich das Minus auf 3,4 Prozent. Die Branche hatten einen guten Jahreseinstieg mit sehr guten Ergebnissen bis März und April; danach fiel die Umsatzkurve jedoch kontinuierlich und bisweilen deutlich ab, wie der Verband auf einer Pressekonferenz heute im Rahmen der Internationalen Eisenwarenmesse/Practical World berichtet, die er gemeinsam mit dem Dähne Verlag abgehalten hat.
Doch es gab auch Umsatzgewinner. Dazu gehörten die Gartenabteilungen der Baumärkte. Die Warengruppe Gartenmöbel/-dekoration hat um 6,1 Prozent zugelegt, das Segment Gartenhartware um 4,2 Prozent.
Im Heimwerkersortiment sind Elektroartikel wie Lampen und Leuchten um 1,9 Prozent gewachsen. Baustoffe sind auf Vorjahresniveau geblieben. Alle anderen Warengruppen aus dem Kernsortiment sind dagegen hinter das Vorjahresergebnis zurückgefallen, so auch klassische Baumarktprodukte wie Eisenwaren oder Werkzeuge und Maschinen. Die Sanitärabteilungen haben 6,6 Prozent weniger umgesetzt, im Sortiment Fliesen fehlten rund 7,2 Prozent auf den Umsatz des Vorjahres. Bei Tapeten, Bodenbelägen und Innendeko sowie Anstrichmittel inklusive Zubehör ist ein Minus von 4,0 Prozent bzw. 5,3 Prozent aufgelaufen. Die Umsätze der Warengruppe Freizeit, Basteln und Werken, die allerdings nur einen Anteil von rund einem Prozent am Gesamtumsatz der Märkte hat, ist um 17,7 Prozent zurückgegangen. Das Erweiterungssortiment weist dagegen ein Plus von 2,3 Prozent aus.
Der Start ins laufende Jahr ist den Angaben zufolge verhalten verlaufen. Nach zwei Monaten hat die Branche in etwa das Vorjahresniveau erreicht. Wie auf der Pressekonferenz zu hören war, ist sie inzwischen allerdings wieder optimistischer. Im Jahr 2008 könnte ein unbereinigtes Umsatzwachstum von zwei Prozent möglich sein, hieß es.
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