Spätstart

Die Gartencenter, ob dem Baumarkt angeschlossen oder inhabergeführt, bleiben zweistellig hinter den - allerdings sehr guten - Ergebnissen aus dem Vorjahr zurück

Für die Gartencenter und -abteilungen der Baumärkte wie auch für die inhabergeführten Fachgartencenter hat das Jahr 2008 nicht sonderlich gut begonnen, weil sich der Start in die Saison durch das ungemütliche Wetter bis in den April hinein nach hinten verschoben hat. Diese Einschätzung geht aus den Statements der Branchenverbände BHB und VDG im Vorfeld der Gafa hervor. Demnach haben die Baumärkte im Bereich Garten bis einschließlich April rund 35 Prozent weniger Umsatz erzielt als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Allerdings hatte es im April 2007 wegen des sommerlichen Frühlingsbeginns Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent gegeben. Für Mai und Juni 2008 verspricht sich der Verband, der von einem großen Nachholbedarf der Verbraucher ausgeht, deutlich bessere Ergebnisse. Falls das Wetter mitspielt, könnte für das Gesamtjahr 2008 "sogar ein leichtes Plus herausspringen", so Geschäftsführer John W. Herbert.
Wie der Verband Deutscher Gartencenter (VDG) berichtet, sind unter dem Wettereinfluss in den ersten Monaten des laufenden Jahres bei den Mitgliedsbetrieben der Monatsumsatz und die Kundenzahl im zweistelligen Bereich zurückgegangen. Der Umsatz pro Kunde ist den Angaben zufolge jedoch nur leicht gesunken. Verloren haben vor allem die Pflanzen, besonders der Baumschulbereich und die Stauden. Nur Topfpflanzen haben leicht zugelegt. Auch auf Gartengeräte und Grills sowie Möbel hatten die Kunden, meint der Verband, bei dem Wetter im März und April weniger Lust. Wenn man die Zahlen jedoch nicht mit den außerordentlichen Ergebnissen aus dem vergangenen Jahr, sondern auch mit 2006 vergleiche, relativierten sich die Verluste.
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