Baumärkte haben beim Thema "Nachhaltigkeit" Nachholbedarf

03.03.2009
Konzept & Markt und Dähne Verlag haben zum dritten Mal eine große Baumarkt-Kundenbefragung durchgeführt und dabei erstmals das Thema "Nachhaltigkeit" aus Kundensicht ausgeleuchtet

Wenn der deutsche Kunde in den Baumarkt geht, hat für ihn das Thema "Nachhaltigkeit" für bestimmte Warengruppen bereits eine große Relevanz. Vor allen Dingen bei Leuchtmitteln (68 Prozent), Holzbedarf (Parkett, Profilholz etc., 60 Prozent), aber auch bei Bodenbelägen (Teppiche, Fliesen etc.; 57 Prozent) und Farben und Lacken (54 Prozent) achtet eine deutliche Mehrheit der Kunden darauf, dass die Produkte nachhaltig hergestellt wurden. 78 Prozent der Baumarktkunden gibt an, zuhause Energie zu sparen. Immerhin 70 Prozent der Verbraucher bemängeln, dass auf nachhaltige Produkte in Baumärkten nicht ausreichend aufmerksam gemacht würde. Fast die Hälfte (48 Prozent) kritisieren, dass es zu viele Umweltzeichen gebe; die Vielzahl der Siegel würde mehr verwirren als aufklären. Überraschend war, dass das FSC-Zertifikat für nachhaltig bewirtschaftetes Holz nur auf einen (gestützten) Bekanntheitsgrad von 15 Prozent kommt. Unter den Baumärkten hat Obi bei den (ungestützt) befragten Kunden mit 18 Prozent das höchste Öko-Image, an zweiter Stelle liegt Hornbach mit sieben Prozent. Bei den Herstellern führt Bosch mit sieben Prozent vor Osram (fünf Prozent) die Tabelle an. Keinem Unternehmen ist es offensichtlich bisher gelungen, sich bei den Baumarktkunden beim Thema "Nachhaltigkeit" profilieren zu können.
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