Obi: Kein Interesse an Praktiker

11.07.2013
Haub schließt Übernahme einer Kette aus. Großinvestor wollte weiteres Geld in Praktiker pumpen

Obi will Praktiker nicht übernehmen. „Wir werden mit Sicherheit keine Kette übernehmen“, sagte der Chef des Obi-Mutterkonzerns Tengelmann, Karl-Erivan Haub, am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens. Man habe einen Kauf von Praktiker viermal zur Prüfung bekommen. „Es wurde zwar immer preiswerter, aber nicht besser“, betonte er. Obi könnte möglicherweise an einigen guten Standorten interessiert sein. Wie viele Praktiker-Filialen infrage kämen, sagte er jedoch nicht. Der österreichische Praktiker-Großaktionär Donau Invest wollte, so eine Agenturmeldung, gemeinsam mit anderen Investoren die Insolvenz von Praktiker verhindern. Eine Gruppe von Geldgebern habe insgesamt rund 40 Mio. € aufgetrieben, um dem Unternehmen unter die Arme zu greifen, sagte Donau-Invest-Geschäftsführer Alain de Krassny am Donnerstag. Er hält über seine Gesellschaft Donau Invest knapp zehn Prozent der Praktiker-Anteile. Der Rettungsplan sei jedoch an fehlenden Sicherheiten für die Investoren gescheitert. „Wir und natürlich auch die anderen Investoren wollten eine gewisse Sicherheit haben wollten. Circa 40 Millionen hätten wir mit anderen Investoren aufbringen können. Ich war bereit, Praktiker weiter zu unterstützen“, sagte de Krassny.
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