Warnung vor EU-Verordnung

„Made in Germany“ oft wichtiger als Marke

09.04.2014

Für gut neun von zehn Konsumenten ist "Made in Germany" ein Kaufargument. Vielen Verbrauchern ist die Herkunftsbezeichnung sogar wichtiger als Hersteller bzw. Marke eines Produkts. Würde die Länderkennzeichnung entfallen, entschiede sich fast jeder zweite Befragte für ein Produkt mit einem anderen Qualitätssiegel. Das geht aus einer repräsentativen Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor.
Vor diesem Hintergrund warnt PwC davor, dass die geplante EU-Verordnung zu Herkunftsbezeichnungen wie "Made in Germany" nicht nur Verbraucher verunsichern dürfte, sondern auch Unternehmen stark belasten wird. Denn der Studie zufolge rechnet rund jeder dritte mittelständische Betrieb in Deutschland mit Umsatzverlusten, sollte er das Label "Made in Germany" künftig nicht mehr verwenden können.
Der Verordnungsentwurf sieht vor, dass in der EU nahezu alle Verbraucherprodukte eine Herkunftsbezeichnung tragen müssen. Die Regeln zur Bestimmung des Herkunftslandes sollen sich nach den einheitlichen Zollvorschriften des Binnenmarktes richten. Bislang legt jeder EU-Staat selbst fest, welche Kriterien Produkte aus inländischer Erzeugung erfüllen müssen.
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