Erholung 2014

Die Top Ten der Blumen und Zierpflanzen

Anteile der Gesamtausgaben der blühenden Zierpflanzen in der AMI-Statistik.
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Anteile der Gesamtausgaben der blühenden Zierpflanzen in der AMI-Statistik.
08.05.2015

Nachdem im Jahr 2013 vor allem die Witterung zu Marktverwerfungen und schwachen Preisen führte, zeigte sich das Jahr 2014 witterungsbedingt von seiner besseren Seite. Die AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH) schätzt das Marktvolumen für Blumen und Zierpflanzen für 2014 insgesamt auf mehr als 8,6 Mrd. € (zu Einzelhandelspreisen). Das Krisenjahr 2013 hatte zumindest beim Verbraucher keine dauerhaft negativen Auswirkungen.
So zeigen sich für die fünf Marktsegmente der Topfpflanzen (blühende und grüne Zimmerpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Kräuter), Gehölze und Schnittblumen mehr oder weniger große Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr. Lediglich die Blumenzwiebeln schwächelten im Vergleich zu 2013.

Schnittblumen


Der Markt für Schnittblumen war auch 2014 stabil bei einem Marktvolumen von rund drei Mrd. € (zu Einzelhandelspreisen). Niedrigere Preise für Monosträuße und Grab- und Trauerschmuck konnten durch höhere Preise für Mischsträuße kompensiert werden.
Im Schnittblumenbereich konnte 2014 die Rose erneut ihren ersten Platz behaupten. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben für Schnittblumen ist um knapp drei Prozent gestiegen. Die höheren Ausgaben der Verbraucher im Vergleich zu 2013 ist auf die deutlich gestiegene Einkaufsmenge zurückzuführen, allerdings bei etwas schwächeren Preisen. Im Blumenfacheinzelhandel (Blumenfachgeschäft, Gärtnerei, Gartencenter, Wochenmarkt) lag der Verbraucherpreis für einen Rosenmonostrauß 2014 bei 6,37 €, im Systemhandel (Baumarkt, Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Sonstige) bei 2,45 €. Bei Chrysanthemen und Tulpen stiegen die Anteile an den Gesamtausgaben auf knapp zwölf beziehungsweise rund elf Prozent.
Die Einkaufsmenge blieb bei Chrysanthemen stabil, bei Tulpen lag sie höher. Die Kulturen auf den Plätzen vier bis acht - Gerbera, Sonnenblumen, Lilien, Amarylis und Orchidee - behaupteten sich 2014 ebenfalls auf ihren Plätzen. Auch hier konnte der Anteil an den Gesamtausgaben gesteigert werden, was zum Teil auf gestiegene Preise zurückzuführen ist. Für Lilien zahlten die Verbraucher in allen Einkaufsstätten mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig waren im Fachhandel rückläufige und im Systemhandel steigende Einkaufsmengen zu verzeichnen. Bei Amaryllis und Orchideen (Plätze sieben und acht) stiegen 2014 die Einkaufsmengen deutlich. Das kompensierte die schwächeren Preise. Im Fachhandel zahlten die Verbraucher für einen Amaryllismonostrauß mit 6,56 € weniger als 2013.
Auf Platz neun landete die Pfingstrose, Schlusslicht ist die Freesie. Obwohl 2014 deutlich mehr Freesien eingekauft wurden als 2013, konnten die schwachen Preise, vor allem im Systemhandel, nicht kompensiert werden. Für Pfingstrosen zahlten die Verbraucher 2014 im Systemhandel mit 2,74 € über zehn Cent mehr als 2013. Nelken, die lange unter den Top 10 waren, belegen jetzt den elften Platz.

Blühende Zimmerpflanzen


Im Segment der blühenden Zimmerpflanzen profitierten 2014 vor allem kleinere Kulturen von stabilen Preisen. Der Markt für Einzelpflanzen stagniert seit einigen Jahren. Positiv ist er jedoch für fertig arrangierte und für mit Zimmerpflanzen dekorierte Schalen. Vor allem Jüngere kauften in diesem Segment mehr, allerdings vornehmlich im Systemhandel.
Die beiden Hauptkulturen Topf-Orchideen (allen voran Phalaenopsis) und Weihnachtssterne konnten ihre Positionen auch 2014 halten. Der Anteil der Topf-Orchideen blieb aufgrund geringerer Preise über alle Einkaufsstätten hinweg stabil bei 36 Prozent, der Anteil der Weihnachtssterne stieg auf zehn Prozent an den Gesamtausgaben für blühende Zimmerpflanzen.
Die Ausgaben für Topf-Rosen (Platz vier) blieben unverändert. Dennoch wurden sie von den Alpenveilchen (Platz drei) verdrängt. Alpenveilchen profitierten bei leicht schwächeren Preisen von einer höheren Einkaufsmenge im Systemhandel.
Die Plätze fünf bis neun sind seit 2012 unverändert - Kalanchoe, Hortensien, Azaleen, Amarillis und Anthurien. Rückläufige Einkaufsmengen wurden teilweise durch den Preis kompensiert. Auf Platz zehn sind wieder Narzissen, nachdem sie 2013 von den Zimmerprimeln verdrängt wurden.

Beet- und Balkonpflanzen


Die Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen sind mit rund 1,8 Mrd. € erneut auf dem Niveau von 2011. Nachdem 2013 die Saison für Frühjahrsblüher fast ausfiel, gab es 2014 sehr hohe Steigerungsraten, und zwar sowohl im privaten als auch im nicht privaten Bereich. Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Das Frühjahr 2014 begann sonnig und warm, was nicht nur die privaten Verbraucher zum Kauf von Frühlingsboten animierte, sondern auch die Auftragslage im nicht privaten Bereich ankurbelte. Vor allem der Garten- und Landschaftsbau verzeichnete im ersten Quartal hohe Steigerungsraten und volle Auftragsbücher. Die 2013 durch extremen Preisverfall und oftmals negative Berichterstattung in der Presse verursachte Verunsicherung der Kunden zeigte kaum Nachwirkungen.
Obwohl die Frühjahrskulturen 2014 wieder normales Niveau erreichten, sind die Herbstkulturen die Gewinner in den aktuellen Top Ten.
Geranien, seit 15 Jahren unangefochten auf Platz eins, erreichten trotz Rückgang der Einkaufsmenge immer noch einen Anteil von zwölf Prozent an den Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen.
Heide hatte auch im Jahr 2014 einen Ausgabenanteil von elf Prozent, was mit der gestiegenen Einkaufsmenge über alle Einkaufsstätten hinweg erklärt wird. Da bei Heide vermehrt auf bunte Kombitöpfe oder blütenlose Sorten gesetzt wird, unterscheidet sich das Angebot stark nach Einkaufsstätten. Die höheren Qualitäten im Blumenfacheinzelhandel sind häufig durch mehr Farben pro Kombitopf oder deutlich größere Töpfe zu erkennen.
Stiefmütterchen sind weiter auf Platz drei mit stabilem Ausgabenanteil (bei gewachsenem Markt). Die Preise - 73 Cent im Blumenfacheinzelhandel, 46 Cent im Systemhandel - blieben gleich.
Chrysanthemen rückten 2014 wieder auf Platz 4 vor und verdrängen die Petunien auf Platz 5. Die Beetbegonien befinden sich auf Platz sechs.
Platz neun und zehn nehmen Strauchmargeriten und Edel-Lieschen ein. Strauchmargeriten profitierten von gestiegenen Einkaufsmengen und Edel-Lieschen, die von Platz neun verdrängt wurden, zeigten positive Entwicklungen trotz schwächerer Preise.
Anteile der Gesamtausgaben für Beet- und Balkonpflanzen in der AMI-Statistik.
Anteile der Gesamtausgaben für Beet- und Balkonpflanzen in der AMI-Statistik.
Anteile der Gesamtausgaben für Schnittblumen in der AMI-Statistik.
Anteile der Gesamtausgaben für Schnittblumen in der AMI-Statistik.
Unangefochten die Nummer eins unter den Schnittblumen ist die Rose. Foto: Grimminger
Unangefochten die Nummer eins unter den Schnittblumen ist die Rose. Foto: Grimminger
Auf zehn Prozent konnten die Weihnachtssterne ihren Anteil an den Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen steigern. Sie liegen damit auf Platz zwei hinter den Topforchideen bei den Top Ten der blühenden Zimmerpflanzen. Foto: Grimminger
Auf zehn Prozent konnten die Weihnachtssterne ihren Anteil an den Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen steigern. Sie liegen damit auf Platz zwei hinter den Topforchideen bei den Top Ten der blühenden Zimmerpflanzen. Foto: Grimminger
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