IFH Köln

Der Sanitärmarkt wächst um 2,7 Prozent

Sechs der neun untersuchten Warengruppen des Sanitärmarktes sind laut IFH Köln 2015 gewachsen.Bildunterschrift anzeigen
Sechs der neun untersuchten Warengruppen des Sanitärmarktes sind laut IFH Köln 2015 gewachsen.
19.09.2016

Der Sanitärmarkt in Deutschland ist 2015 erneut gewachsen, wie der aktuelle "Branchenfokus Sanitärinstallation" des IFH Köln zeigt. Das Umsatzplus lag bei 2,7 Prozent. Seit 2005 wuchs das Marktvolumen für Sanitärprodukte insgesamt um 22 Prozent. Derzeit liegt es auf einem Höchststand von mehr als 13,6 Mrd. €. Auf Pro-Kopf-Ausgaben umgerechnet, bedeutet das, dass jeder Deutsche im vergangenen Jahr im Durchschnitt 165,83 € für Armaturen, Waschbecken, Badezimmermöbel und Co. ausgegeben hat.
Sechs der neun Warengruppen des Sanitärmarktes haben ihr Marktvolumen ausgebaut. Insbesondere das Plus der umsatzstarken Warengruppen Armaturen und Sanitärtechnik gab dem Markt Aufschwung, so die Analyse der IFH.
In der Distribution dominiert das Handwerk im Rahmen des dreistufigen Vertriebs. So wurden in den vergangenen Jahren durchschnittlich 71 Prozent der Umsätze auf Endverbraucherebene durch das Handwerk generiert (reine Materialumsätze). Von entsprechend geringer Bedeutung sind die weiteren Vertriebswege, insbesondere der Einzelhandel. Auch der Online-Handel besitzt mit gut einem Prozent Marktanteil aktuell nur eine marginale Bedeutung.

Markttreiber Wohnungsbau


Markttreiber sind derzeit insbesondere die positive Konjunktur im Wohnungsbau, die verhältnismäßig hohe Attraktivität von Immobilien als Kapitalanlage, günstige Baufinanzierungen, eine hohe Wohnraumnachfrage sowie ein nach wie vor bestehender hoher Bedarf an neuen Sanitärprodukten als Ersatz für alte. Zusätzlich wirkt sich die steigende Nachfrage nach altersgerechten und barrierefreien Badezimmern positiv auf den Sanitärumsatz aus.

Europa: Deutschland mit fast einem Drittel Marktanteil


Mit einem Umsatzanteil von 28 Prozent ist Deutschland im EU-Markt - der insgesamt 47,8 Mrd. € umfasst - der wichtigste Ländermarkt. Mit 15 Prozent folgt Großbritannien, auf Platz drei liegen Frankreich und Italien mit jeweils 13 Prozent Marktanteil. 
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