Junge Auszubildende

Mehr Konsum und weniger Vorsorge

Die Sparneigung nimmt unter den jungen Deutschen ab, so der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
Die Sparneigung nimmt unter den jungen Deutschen ab, so der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
28.09.2016

In diesen Wochen haben wieder viele Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland ihre Ausbildung begonnen. Bundesweit sind es mehr als 500.000, die jedes Jahr in den Beruf starten und zum ersten Mal ihr eigenes Geld verdienen. Im Schnitt 832 € brutto im Monat hat ein Lehrling in Westdeutschland im vergangenen Jahr verdient, in Ostdeutschland waren es 769 €.
Obwohl den unter 30-Jährigen bewusst ist, dass die staatliche Rente künftig nicht mehr ausreichen wird, ihre Sparneigung gleichwohl ab. Laut Vermögensbarometer 2014, einer Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, bilden gut 50 Prozent der 24- bis 29-Jährigen keine Rücklagen für das Alter. Der Trend zur Vorsorge ist sogar rückläufig. Gleichzeitig steigt die Konsumlaune der Jugendlichen und jungen Erwachsenen: 15 Prozent der Befragten gaben an, mehr Geld ausgegeben zu haben als im Vorjahr; 18 Prozent wollten künftig sogar noch mehr ausgeben. Dass es auch anders geht, zeigt die andere Hälfte der unter 30-Jährigen: Immerhin jeder zweite (47 Prozent) sorgt aktiv für das Alter vor oder beschäftigt sich zumindest mit dem Thema.
Die fünf wichtigsten Ausbildungsberufe 2015
Astronaut, Lokführer oder Tierpfleger werden - davon träumen viele Kinder. Die Berufsziele von Jugendlichen klingen da schon wesentlich weniger abenteuerlich. Auf Platz 1 der beliebtesten Ausbildungsberufe steht vermutlich auch in diesem Jahr wieder der Kaufmann im Einzelhandel. Im vergangenen Jahr begannen mehr als 30.000 junge Menschen ihre Ausbildung für diesen Beruf.Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2015: Kaufmann Einzelhandel 30.474; Kauffmann Büromanagement 28.449; Verkäufer 24.027; Kraftfahrzeugmechatroniker 20.259; Industriekaumann 17.922 (Quelle: Statistisches Bundesamt 2016).
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