Arithnea-Studie

Deutsche Unternehmen gehen die Digitalisierung an

03.11.2016

Die überwältigende Mehrheit der deutschen Unternehmen beschäftigt sich inzwischen mit der Digitalen Transformation und geht das Thema meist auch strategisch an. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Arithnea zum Status quo der Digitalen Transformation in Deutschland.Die konkrete Umsetzung erfolge bislang aber eher zögerlich. Für seine Untersuchung befragte der Digital-Business-Spezialist telefonisch 50 Geschäftsführer deutscher Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Die Unternehmen kommen sowohl aus dem B2C- als auch dem B2B-Umfeld und stammen aus zahlreichen verschiedenen Branchen. Darüber hinaus wurden qualifizierte Interviews mit Fachexperten und Digitalisierungs-Verantwortlichen in Unternehmen durchgeführt.Die zentralen Ergebnisse: Fast alle befragten Unternehmen (96 Prozent) beschäftigen sich bereits in irgendeiner Form mit der Digitalen Transformation. 58 Prozent davon beschäftigen sich danach "strategisch" mit der Digitalisierung, weitere 31 Prozent "ernsthaft". Nur elf Prozent gaben zu Protokoll, ihr Unternehmen setze sich lediglich "lose" mit dem Thema auseinander.Als die beiden Top-Treiber für die Beschäftigung mit der Digitalen Transformation nannten die Befragten die neuen Möglichkeiten, die das Internet der Dinge bietet (79 Prozent) und die Notwendigkeit, die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen (73 Prozent). Bereits mit einigem Abstand auf Platz drei landeten die steigende Erwartungshaltung der Kunden (56 Prozent) und die Tatsache, dass die eigene IT ohnehin grundlegend verbessert werden müsse (ebenfalls 56 Prozent). Überraschend gering scheint derzeit noch der Marktdruck zu sein den die Unternehmen verspüren. So gaben lediglich 40 Prozent an, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen, weil sie einen solchen Druck akut verspüren.Die tatsächliche Umsetzung der Digitalen Transformation erfolgt bislang allerdings noch eher zögerlich. So haben laut der Studie bisher erst 40 Prozent der deutschen Unternehmen erste Projekte realisiert. Der Rest der Befragten sagte unter anderem, ihr Unternehmen habe mit der Umsetzung der Digitalisierung begonnen, erste Projekte geplant, befinde sich derzeit noch in ersten Gesprächen oder habe immerhin bereits die grobe Marschroute oder die Strategie vorliegen.Als Haupthindernisse für die Digitalisierung führten die Befragten vor allem zwei Punkte an: mangelnde Personalressourcen (68 Prozent) und ein zu hoher Budgetbedarf (56 Prozent). Viele Befragte gaben darüber hinaus an, das Thema sei zu umfangreich und kaum zu organisieren (34 Prozent) und dass sie nicht über genügend internes Know-how verfügten (32 Prozent). Ein relativ großer Teil gestand zudem ein, dass die eigene Organisation zu starr sei (20 Prozent), das Unternehmen keine Änderungskultur habe (14 Prozent) und ihre IT nicht flexibel genug sei (14 Prozent).
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