Verband der Deutschen Parkettindustrie

Parkettproduktion wächst, drittes Quartal schwach

06.12.2016

Die deutschen Parketthersteller können für das erste Halbjahr des laufenden Jahres einen deutlichen Produktionsanstieg vermelden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Produktionsmenge der deutschen Parkettindustrie von Januar bis Juni 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 7,7 Prozent auf 4,16 Mio. m². "Wir freuen uns sehr über dieses Wachstum. Wir wissen allerdings aus einer verbandsinternen Umfrage bereits jetzt, dass sich das dritte Quartal schwach entwickelt hat. Daher sehen wir mit großer Spannung und eher verhaltenem Optimismus auf den Abschluss dieses Jahres", erklärt der Vorsitzende des Verbands der Deutschen Parkettindustrie e. V. (vdp), Michael Schmid, anlässlich der Vorstandssitzung des vdp in Stephanskirchen bei Rosenheim.Vor allem das Mehrschichtparkett trug mit einem Plus von 8,9 Prozent auf 3,87 Mio. m² zum Gesamtergebnis bei. Die Produktionsmenge von Stabparkett ging dagegen um acht Prozent auf 120.000 m², die Produktionsmenge von Mosaikparkett um 4,3 Prozent auf 174.000 m² zurück. Der Produktionswert der deutschen Parkettindustrie ist im gleichen Zeitraum noch stärker gestiegen als die Menge, und zwar um 9,3 Prozent auf 103,6 Mio. €.Das konjunkturelle Umfeld der Parkettindustrie dürfte sich im laufenden Jahr deutlich besser entwickeln als in den Vorjahren. Das Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute geht davon aus, dass die Bauinvestitionen 2016 um 3,2 Prozent zulegen werden. Dabei werden die Wohnungsbauinvestitionen kräftig um 4,1 Prozent und die Investitionen in den Nichtwohnbau moderat um 1,6 Prozent ausgeweitet. Die aktuelle Nachfragebelebung im Wohnungsbau ist vor allem auf eine signifikante Steigerung bei den Mehrfamilienhäusern zurückzuführen."Die gute Baukonjunktur wird unsere Branche natürlich stärken, denn neuer Wohnraum braucht neue Böden", sagt Schmid. "Erfreulich ist, dass wir seit nunmehr drei Quartalen in Folge Zuwächse bei den Eigenprodukten verzeichnen, die erheblich über den Importsteigerungen liegen. Das war in der jüngeren Vergangenheit lange umgekehrt. Der Trend zur Produktionsverlagerung ins Ausland macht daher offenkundig zumindest eine Pause."
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