Geringerer CO2-Verbrauch

Mit Eigenheim-Sanierung Klima und Geldbeutel schonen

Neubauten haben durchschnittlich pro Jahr den geringsten Heizenergieverbrauch, gefolgt von voll- und teilsanierten Gebäuden. Das Schlusslicht bilden unsanierte Häuser. Bildunterschrift anzeigen
Neubauten haben durchschnittlich pro Jahr den geringsten Heizenergieverbrauch, gefolgt von voll- und teilsanierten Gebäuden. Das Schlusslicht bilden unsanierte Häuser. 
31.08.2020

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 805 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Das sind rund ein Drittel (35,7 Prozent) weniger als noch 1990. Doch die Bundesregierung hat ihr Ziel noch lange nicht erreicht: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland auf 543 Millionen Tonnen reduziert werden. Immobilien haben eine Schlüsselrolle, um dieses Ziel zu erreichen, so die LBS Bausparkasse in einer Mitteilung. Sie bezieht sich dabei auf Zahlen des Umweltbundesamts, laut denen der Gebäudesektor 2019 für 122 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich gewesen ist. Damit entfallen knapp 15 Prozent der Gesamtemissionen in Deutschland auf private Haushalte und Gewerbeimmobilien. Nachdem dieser Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist, sind die Emissionen im vergangenen Jahr erstmals seit 2015 wieder gestiegen. Ein Grund dafür ist die Witterung. 2019 waren die Temperaturen in vielen Teilen des Landes kühler als im Jahr 2018, wodurch mehr geheizt wurde. 60 Prozent der Energie werden zum Heizen verwendet.

 „Eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestandes würde die CO2-Emissionen nachhaltig verringern“, sagt Albrecht Luz von der LBS. Ein unsaniertes Gebäude verbraucht im Schnitt jährlich rund 170 kWh/m2. Ist das Gebäude vollsaniert, sinkt der Energieverbrauch auf durchschnittlich 132 kWh/m2 im Jahr. „Vor allem alte Heizungen, undichte Fenster und keine oder eine nur unzureichende Dämmung sind Energiefresser“, so Luz.

Die Bundesregierung hat energieeffizientes Bauen und Sanieren zu einem Kernstück ihrer Klimastrategie gemacht: Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral sein. Seit Anfang dieses Jahres wurden die Zuschüsse und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Kauf, Sanierung oder Bau von Effizienzhäusern erhöht. Hausbesitzer, die beispielsweise ihre alte Ölheizung austauschen, erhalten eine Prämie, und wer selbstgenutztes Wohneigentum energetisch saniert, profitiert zudem von Steuervorteilen.

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