KPMG-Studie zum ersten Quartal 2021

Lockdown bremste DIY-Umsätze stark

Die Lockerungen im März 2021 führten dazu, dass die Kunden wieder in den stationären Handel strömten. Bildunterschrift anzeigen
Die Lockerungen im März 2021 führten dazu, dass die Kunden wieder in den stationären Handel strömten. 
28.06.2021

„Nachdem die DIY-Branche 2020 stark von der Pandemie profitierte, verlangsamte der Lockdown zu Ende des Jahres die Umsatzdynamik erheblich. Online wächst, auch bei geöffneten Läden im DIY, stärker als die Fläche. Plattformkonzepte, ob Marktplätze oder Shops, drängen zunehmend auf den Markt. Profitabilität setzt agile Strategien und neue Flächenkonzepte voraus“, fasst Stephan Fetsch, Head of Retail bei KPMG, die Ergebnisse des Retail Sales Monitor zusammen, der in der zweiten Ausgabe 2021 einen Fokus auf die Bau- und Heimwerkerbranche legt. In Zusammenarbeit mit dem EHI hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen untersucht, wie sich der deutsche Einzelhandel im ersten Quartal dieses Jahres und im vergangenen Jahr entwickelt hat. Demnach nahm mit den ersten Lockerungen im März der Konsum wieder zu. Allen voran bleibe jedoch der E-Commerce klarer Gewinner der Krise, so Fetsch weiter. Produkte, die typischerweise im stationären Handel gekauft würden, verzeichneten ein starkes Plus. Zudem suchten Produzenten vermehrt den direkten Zugang zum Kunden, berichtet der Leiter der Handelssparte.

Im deutschen Baumarkthandel brach der Umsatz von Januar bis März 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts um preisbereinigt 16,3 Prozent ein. Nominal habe das Minus bei 15,6 Prozent gelegen, so die Statistiker. Im Januar lag der Umsatzrückgang sogar real bei 41,3 Prozent (nominal 41,0 Prozent), im Februar gab es ein Minus von real 33,6 Prozent (nominal 33,4 Prozent). Im März dieses Jahres hätten die Bau- und Heimwerkermärkte dann wieder ein Umsatzplus melden können, heißt es im Bericht weiter, der Wert kletterte auf nominal 15,0 Prozent. Bereinigt um die Verbraucherpreisentwicklung habe das Plus bei 13,6 Prozent gelegen. Einen Einfluss darauf hätten auch die durch Click & Collect erwirtschafteten Umsätze gehabt, unterstreichen die Macher der Studie.

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