Bis zu 16,4 Mrd. Euro Umsatz bis 2028 erwartet

Branchenreport Garten zeigt positive Entwicklung

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Corona hat der Gartenbranche einen Schub gegeben. 
02.09.2021

Im Coronajahr 2020 war die Investitionsfreude im Bereich Garten hoch. Das ergab eine internationale Verbraucherbefragung, die das Technologieunternehmen BitBurst im Auftrag des Marktforschungs- und Beratungsinstitutes Marketmedia24 durchgeführt hat. Demnach ist einerseits für die Mehrheit der Deutschen, Österreicher, Schweizer, Engländer, Italiener und Franzosen der Preis kaufentscheidend, andererseits bestehen bei weiteren Kaufkriterien, bevorzugten Shoppingkanälen und Anschaffungsplänen länder- und zielgruppenspezifische Unterschiede. In den Segmenten Garden-Living, Gardening und Lebendes Grün winke der deutschen Branche bis 2028 im besten Fall ein Umsatzwachstum um gut 14 Prozent auf 16,4 Mrd. Euro, so die Macher der Untersuchung.

Gartencenter sind laut den Studienergebnissen bei allen Generationen der Deutschen, Franzosen und Engländer Marktführer in Sachen Garden-Living. Bei den 18- bis 25-jährigen Österreichern und Schweizern übernimmt diese Position der Möbelhandel, der in Italien auch für die Generationen bis 45 Jahre die bevorzugte Einkaufsquelle darstellt. Bei den Kaufkriterien ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach dem Preis die Optik der Produkte das wichtigste Kaufkriterium. Italiener legen auf das Material und Engländer auf die Funktion besonderen Wert, während die größten Verfechter von Nachhaltigkeit im Bereich Garden-Living aus Frankreich kommen. 

Während in Deutschland die Umsätze für Garden-Living, Gardening und Lebendes Grün von 2010 bis 2019 fast ununterbrochen im Jahresdurchschnitt um 0,7 Prozent stiegen, wuchs der Gartenmarkt 2020 um gut 5,3 Prozent. Der Onlinehandel legte dort deutlich zu. Allerdings bleibt der Distanzhandel mit 1,7 Prozent Marktanteil im Jahr 2010 und 4,2 Prozent im Jahr 2019 einer der kleineren Player. Nach Überzeugung von Marketmedia24 wird sich dessen überdurchschnittliches Wachstum auch nach Corona fortschreiben. Die übrigen Anbieter, insbesondere beratungs- und serviceorientierte Handelsformate, blicken optimistisch auf die kommenden Gartenjahre, in denen Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung angepackt werden müssten, betonen die Marktforscher.

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