Umfrage für ManoMano

Frohe DIYnachten: Selbermachen liegt vor allem bei Frauen im Trend

(Quelle: Innviertlerin/Pixabay)
26.11.2021

DIY zu Weihnachten liegt im Trend. Diese Erkenntnis zieht der Online-Marktplatz ManoMano aus einer von ihm beauftragten YouGov-Umfrage im November. Mehr als ein Viertel der befragten Deutschen (26 Prozent) haben angegeben, ihre Weihnachtsgeschenke selbst herzustellen. Mit 34 Prozent waren es etwa doppelt so viele Frauen wie Männer. Die größte Gruppe davon ist über 55 Jahre alt (37 Prozent), gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen (21 Prozent). Dabei investieren fast die Hälfte der DIY-Fans mehrere Tage (47 Prozent) in den Herstellungsprozess. Auch hier liegen die Frauen mit knapp 49 Prozent vorne. Bei anspruchsvollen Projekten, die länger als eine Woche Arbeit benötigen, wird der Gender-Gap besonders deutlich: 19 Prozent der Befragten sind weiblich, wohingegen 6 Prozent männlich sind.

Interessant ist allerdings, dass eine Altersgruppe heraussticht – doppelt so viele Männer zwischen 45 und 54 Jahren geben an, mehr als eine Woche für das selbstgemachte Geschenk aufzuwenden als umgekehrt (28 Prozent versus 14 Prozent der Frauen). Wenn das DIY-Projekt etwas länger dauert, überwiegt der Teamgeist: 51 Prozent der Deutschen geben an, sich die Arbeit dabei zu teilen, gegenüber 44 Prozent der Einzelkämpfer.

Klassisches Rollenverhalten bei der Weihnachtsdeko

Überrascht zeigen sich die Studienautoren über die klassische Rollenverteilung in Bezug auf das Dekorieren zum Fest. So lassen 16 Prozent der Deutschen ihre Partnerin und nur 8,5 Prozent ihren Partner den Innenbereich aufhübschen. Direkt danach gefragt, gaben 69 Prozent der Frauen, aber nur 30 Prozent der Männer an, dies selbst zu machen. Im Außenbereich überholen bei der Dekoration die Männer nur leicht die Frauen (9 Prozent versus 8 Prozent). Bei der Installation von weihnachtlicher Elektronik beziehungsweise Beleuchtung überlassen dies 13 Prozent ihren Partnern – im Gegensatz zu 8 Prozent der Befragten, bei denen das umgekehrt ist.

Auch hier gibt es aber wieder einen Bruch: Ungewöhnlich im Gesamtbild ist, dass 58 Prozent der weiblichen Befragten angaben, handwerklich herausfordernde Weihnachtsdekorationen selbst zu übernehmen, während dies nur 26 Prozent der männlichen Befragten tun.

Onlineeinkäufe dominieren das Weihnachtsgeschäft

Wie schon unter anderem pandemiebedingt im Vorjahr, kaufen auch 2021 die meisten Deutschen Weihnachtsgeschenke online: 80 Prozent aller Befragten gaben dies an, während nur noch 66 Prozent dafür ein Geschäft aufsuchen. Durchweg alle Altersgruppen bevorzugen Online-Shopping. Es wäre anzunehmen, dass Millennials Online-Shopping präferieren, überraschenderweise sind aber mit 74 Prozent die 25- bis 34-Jährigen die Altersgruppe, die am häufigsten vor Ort Geschenke einkauft, während die 45- bis 54-Jährigen mit 61 Prozent am seltensten dort einkaufen gehen. Die Prozentzahlen der Schenkenden aufgesplittet nach ihrem Alter liegen nah beieinander: Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen kaufen mit 86 Prozent am meisten online, direkt gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen mit 83 Prozent.

Schenkverhalten und Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei der Geschenkwahl für Frauen (44 Prozent) eine größere Rolle als für Männer (36 Prozent). Mit 43 Prozent ist die Altersgruppe der über 55-jährigen Befragten diejenige, die am meisten Wert auf Nachhaltigkeit legt. Trotz Fridays for Future gaben demgegenüber nur 11 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, dass Nachhaltigkeit bei der Auswahl ihrer Weihnachtsgeschenke eine Rolle spielt.

Die Ergebnisse zeigen eine Korrelation zum Bildungsgrad auf: Weiblichen Befragten ist das Thema am wichtigsten (52 Prozent), wenn sie einen Hochschulabschluss besitzen. Die männlichen Befragten, bei denen es sich so verhält (60 Prozent), sind noch mit dem Studium beschäftigt.

Auch das Recyclen spielt eine wichtige Rolle zu Weihnachten. Ähnlich wie beim Wichteln tauschen die Deutschen mittlerweile gerne Dinge vor Weihnachten ein, um sie dann weiter zu verschenken. Dies wurde als Kriterium bei der Umfrage berücksichtigt. 45 Prozent der Männer, die zwischen 35 und 44 Jahre alt sind, tauschen gerne zuvor ein. Ihre Geschlechtsgenossen ab 55 basteln lieber selbst (33 Prozent) oder kaufen einfach (38 Prozent). Bei den Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren sind getauschte (18 Prozent) oder gebastelte (13 Prozent) Geschenke wahrscheinlicher als gekaufte (9 Prozent). Bei ihren Geschlechtsgenossinnen im Alter von 25 bis 34 Jahren nimmt dieses Verhalten noch einmal zu: hier sind getauschte (23 Prozent) oder gebastelte (20 Prozent) Geschenke wahrscheinlicher als gekaufte (15 Prozent). Zwischen 35 und 44 Jahren scheint dies bei Frauen nicht mehr im Trend zu liegen: in dieser Altersgruppe gab keine der weiblichen Befragten an, zu tauschen.

(Quelle: ManoMano)
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