Trend zu DIY hält an

Absätze der europäischen Laminatbodenhersteller steigen um 5,3 Prozent

Ruben Desmet war positiv gestimmt. Die Laminat-Branche sei wieder im Aufwind und erlebe ihr bestes Jahr seit 2010, unterstrich er. (Quelle: Screenshot/EPLF)
Ruben Desmet war positiv gestimmt. Die Laminat-Branche sei wieder im Aufwind und erlebe ihr bestes Jahr seit 2010, unterstrich er. 
25.02.2022

Die Mitglieder des Verbandes der Europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF) berichten für 2021 zum zweiten Jahr in Folge von einer erfreulichen Geschäftsentwicklung. Sie erzielten Absatzzuwächse von 5,3 Prozent im Vergleich zu 2020 und verkauften insgesamt 483,4 Millionen m² Bodenbeläge. Mit einem Geschäftswachstum von 2,7 Prozent gegenüber 2019 habe man bereits 2020 vom Trend zu DIY und zur Innenraumgestaltung profitiert. Dass dieser Trend anhalte, sehe man in den aktuellen Zahlen, berichtete Ruben Desmet, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des EPLF. Jedoch habe es auch Lieferkettenunterbrechungen und Schwierigkeiten bei der Rohstoffbeschaffung gegeben, merkte er an. Rückwirkend betrachtet, sei 2021 das absatzstärkste Jahr seit 2010, betonte Desmet. Die Laminatbodenhersteller sehen den Grund für die positive Entwicklung in ihrem Fokus auf Innovationen und Nachhaltigkeit.

(Quelle: Screenshot/EPLF)

Westeuropa

Die Absätze in Westeuropa erreichten 2021 insgesamt 231,5 Millionen m², ein Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber 2020. Wie in den Vorjahren ist Deutschland trotz eines Rückgangs von 6,1 Prozent im Vergleich zu 2020 der stabilste Markt der Branche mit 49,4 Millionen verkauften m2 im Jahr 2021. An zweiter Stelle steht Frankreich. Dieser Markt wuchs gegenüber 2020 um 13,3 Prozent, wobei 2021 insgesamt 42 Millionen m² verkauft wurden. Großbritannien belegt mit 34,6 Millionen verkauften m2 den dritten Platz, obwohl die Absätze seit 2020 um 5,7 Prozent zurückgegangen sind.

(Quelle: Screenshot/EPLF)

Osteuropa

Der größte Markt, Russland, setzte sein Wachstum mit 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 53,6 Millionen m² verkauften Bodenbelägen fort. Polen steht mit 30 Millionen verkauften m2 an zweiter Stelle (+3,64 Prozent im Vergleich zu 2020). Rumänien belegt den dritten Platz, vor der Ukraine, mit Zuwächsen von 3,1 Prozent gegenüber 2020 und 9,8 Millionen m² verkauften Bodenbelägen. Die Absätze in der Ukraine gingen um 18,63 Prozent zurück (8,4 Millionen verkaufte m²). Georgien verzeichnete den größten Anstieg in der Region, mit 37,7 Prozent im Vergleich zu 2020.

Nordamerika

Im Jahr 2021 sanken die Absätze der Mitglieder des EPLF in Nordamerika um 12,9 Prozent (42,7 Millionen m²). Die USA verzeichneten einen Rückgang von 21,46 Prozent (29,9 Millionen m²) im Vergleich zu 2020, während Kanada seinen Wachstumskurs mit einer Absatzsteigerung von 16,80 Prozent und 12,8 Millionen m² verkaufter Bodenbeläge fortsetzte.

Lateinamerika, Asien und Australien/Ozeanien

Im Gegensatz zu 2020 erzielten Lateinamerika, Asien und Australien/Ozeanien in diesem Jahr allesamt eine Absatzsteigerung, wobei die einzelnen Regionen jeweils um 61,5 Prozent, 30,4 Prozent und 12,7 Prozent zulegten. Alle anderen Länder meldeten einen Absatzrückgang von 22,5 Prozent im Vergleich zu 2020 (und 1,81 Millionen m² verkaufte Bodenbeläge).

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