Wärmepumpen vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern

Mehr als die Hälfte der Neubauten nutzen erneuerbare Energien

In 53,9 Prozent aller im vergangenen Jahr fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser wurde eine Wärmepumpe eingebaut.(Quelle: Bundesverband Wärmepumpe)
In 53,9 Prozent aller im vergangenen Jahr fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser wurde eine Wärmepumpe eingebaut.
08.06.2022

In immer mehr neuen Wohngebäuden in Deutschland werden erneuerbare Energien zum Heizen genutzt: Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) werden 70,7 Prozent der im Jahr 2021 fertiggestellten Wohngebäude ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. Dieser Anteil stieg gegenüber 2020 (68,8 Prozent) um knapp zwei Prozentpunkte. In 55,1 Prozent der 102.955 im Jahr 2021 fertiggestellten Wohngebäude werden erneuerbare Energien als primäre Energiequelle eingesetzt.

Meist handelt es sich um Wärmepumpen: Sie kommen in 50,6 Prozent der Neubauten als primäre Heizung zum Einsatz und werden vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt: In 53,9 Prozent aller 2021 fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser wurde eine Wärmepumpe eingebaut. Der Anteil in Mehrfamilienhäusern war 30,6 Prozent. Sie werden zu 21,4 Prozent mit Fernwärme und zu 39,1 Prozent mit Erdgas beheizt. Die anderen erneuerbaren Energien zusammengenommen werden in 4,5 Prozent aller neuen Wohngebäude als primäre Heizenergiequelle genutzt.

Einbau von Gasheizungen rückläufig

Als zweitwichtigste primäre Energiequelle wurde in 34,3 Prozent der Neubauten Erdgas eingesetzt. 2020 hatte der Anteil noch bei 39,0 Prozent gelegen. Primär mit Fernwärme beheizt wurden 8,0 Prozent der neuen Wohngebäude. Ölheizungen wurden in 611 neuen Wohnhäusern als Primärheizung eingesetzt, das waren 0,6 Prozent der Neubauten. Wurde in neuen Wohngebäuden eine weitere Energiequelle eingesetzt, waren dies bevorzugt Solarthermie (13,1 Prozent) und Holz (11,8 Prozent).

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