Fachhandel dominiert

Fahrradwirtschaft bleibt stabil

Auch über den Baumarkt werden Fahrräder verkauft. Insgesamt macht dieser Vertriebsweg aber nur einen kleinen Teil aus. (Quelle: Dähne Verlag, Strnad)
Auch über den Baumarkt werden Fahrräder verkauft. Insgesamt macht dieser Vertriebsweg aber nur einen kleinen Teil aus. 
25.03.2026

Im Jahr 2025 gab es in Deutschland insgesamt 90,6 Millionen Fahrräder und E-Bikes – ein Plus von mehr als 25 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Diese Zahlen haben die Fahrradwirtschaftsverbände ZIV, VSF und Zukunft Fahrrad veröffentlicht. Die Produktion von Fahrrädern stieg demnach um 3 Prozent auf 658.000 Stück, während die E-Bike-Produktion um 3 Prozent auf 1.285.000 zurückging. Insgesamt blieb die Produktion damit stabil, unterstreichen die Verbände. Der Umsatz aus dem Verkauf von Rädern und E-Bikes sank um 7,7 Prozent auf 5,85 Mrd. Euro, ein deutlich geringerer Rückgang als im Vorjahr.

Bei den Vertriebswegen dominiert weiterhin mit großem Abstand der Fachhandel – sowohl online (23,8 Prozent) als auch stationär (67,4 Prozent). Stationäre Warenhäuser, Lebensmittel- und Baumärkte bleiben mit einem Anteil von 1,1 Prozent konstant niedrig, berichten die Verbände, der Anteil des allgemeinen Online-Handels in diesen Bereichen sinkt von 9 Prozent auf 7,7 Prozent.

Unter den im vergangenen Jahr verkauften Fahrrädern waren 3,8 Millionen klassische Räder. Das ist ein leichter Rückgang zum Vorjahr um 3,9 Prozent. Das Minus fiel bei E-Bikes stärker aus, berichten die Branchenexperten, hier wurden 2 Millionen verkauft. Der Marktanteil lag bei 52,7 Prozent für E-Bikes und 47,3 Prozent für Fahrräder.  

ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork merkt an: „Die Nachfrage nach Fahrrädern ist weniger konjunkturabhängig als oft angenommen. Der Mix verschiebt sich etwas – aktuell steigt der Anteil klassischer Räder, während der E-Bike-Markt sich auf hohem Niveau leicht korrigiert.“

Die durchschnittlichen Verkaufspreise für E-Bikes gaben leicht nach, während klassische Fahrräder preislich stabil blieben. Rabattaktionen setzten die Preise zwar unter Druck, merken die Verbände an, doch die anhaltend hohe Nachfrage nach Renn- und Gravelrädern sorgte für Stabilität. Gleichzeitig bauen Handel und Industrie ihre Lager weiter ab.

Eine Studie von Deloitte und Zukunft Fahrrad zeigt zudem: Der Refurbishment-Markt gewinnt an Bedeutung. Seit 2023 ist die Zahl der jährlich verkauften Refurbished-Räder um rund 192 Prozent gestiegen.

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