Personalsuche im Handel

Bewerber mit hohen Ansprüchen und niedriger Qualifikation

(Quelle: Pexels.com / Eduardo Soares)
12.05.2026

Die Anzahl der Bewerbungen hat sich zwar im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigert, die Qualität der Kandidatinnen und Kandidaten jedoch nicht gleichermaßen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen EHI-Studie „Talents4Retail 2026“, die das Institut als kostenloses Whitepaper zur Verfügung stellt.

52 Prozent der befragten Händler haben in den zurückliegenden zwölf Monaten etwas mehr Bewerbungen im Vergleich zu den Vorjahren erhalten, 41 Prozent sogar deutlich mehr. Für die meisten Händler (45 Prozent) bewirbt sich jedoch weniger gut geeignetes Personal als in den Vorjahren. „Wenn Stellen in den Zentralen längere Zeit unbesetzt bleiben, liegt dies vor allem an den hohen Ansprüchen der Bewerbenden und einer nicht ausreichenden Qualifikation“, sagt Ulrike Witt, Koordinatorin des Forschungsprojekts Personal.

(Quelle: EHI)

Unzureichendes Budget

Neben den zu hohen Ansprüchen (89 Prozent) und der mangelnden Qualifikation (88 Prozent) zählt auch ein unzureichendes Recruiting-Budget (71 Prozent) zu den Top 5-Gründen für die Nichtbesetzung von Stellen in Zentralen. Für die Filialen hingegen sind es Faktoren wie das allgemeine Image des Handels (100 Prozent) mit langen Öffnungszeiten und wenig flexiblen Arbeitszeiten sowie die geringe Anzahl an Personal für HR (100 Prozent), die das Recruiting neuer Mitarbeitenden erschweren.

(Quelle: EHI)

Recruiting-Maßnahmen

Um offene Stellen trotz der Situation am Arbeitsmarkt leichter besetzen zu können, wird in den Zentralen das Budget für Recruiting angepasst und mit flexiblen Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zu Remote-Work (je 100 Prozent) geworben. Die Filialen und die Logistik setzen vor allem auf eine vereinfachte Bewerbung (95 beziehungsweise 81 Prozent) und einen kurzen Recruiting-Prozess (95 beziehungsweise 80 Prozent), auch ist bei ihnen der Quereinstieg willkommen (95 beziehungsweise 75 Prozent).

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