Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im April 2026 gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm dabei der Auftragseingang im Hochbau um 6,7 Prozent ab und im Tiefbau um 6,5 Prozent zu. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von Februar 2026 bis April 2026 um 0,4 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor (Hochbau: +2,4 Prozent; Tiefbau: -1,3 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im April 2026 um 0,6 Prozent. Im Hochbau nahm er um 6,5 Prozent ab und im Tiefbau um 7,4 Prozent zu. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert.
„Ein Lichtblick ist der Wohnungsbau, der nach langer Schwäche erstmals wieder Zuwächse bei Auftragseingang und Umsatz verbucht“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). „Im Jahresverlauf liegen wir hier aber weiter deutlich zurück. Und die gestiegenen Materialpreise bleiben eine schwere Hypothek.“
Im Wohnungsbau lagen im April sowohl Umsatz (nominal +7,1 Prozent) als auch Auftragseingang (nominal +8,9 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Damit zeige sich erstmals seit Längerem wieder ein Monat, in dem beide Indikatoren gemeinsam zulegen, so der ZDB. Das passe zur zuletzt zu beobachtenden Stabilisierung bei den Baugenehmigungen: Da Genehmigungen dem Umsatz erfahrungsgemäß mit mehreren Monaten Vorlauf vorausgehen, könnte sich hier eine allmähliche Belebung andeuten.












