Das EHI ist in einer Studie im Auftrag von Softserve der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Agentic Commerce, also KI-Systemen, die Kauf- oder Handelsprozesse weitgehend autonom ausführen oder steuern, im Handel derzeit einnimmt. Das Ergebnis: Rund sechs von zehn Handelsunternehmen beschäftigen sich aktuell damit. Davon nutzen mehr als 11 Prozent bereits konkrete Anwendungen. 40 Prozent der Befragten sehen für ihr Unternehmen noch keine Einsatzmöglichkeiten.
Für 44,9 Prozent der Unternehmen ist die strategische Ausrichtung mit Blick auf die Integration von Agentic Commerce noch nicht entschieden. 23,6 Prozent der Befragten arbeiten bereits mit einem Dienstleistungsunternehmen zusammen, 32,4 Prozent planen eine solche Kooperation. Viele Händler sehen in einem eigenen Agenten ein Zukunftsfeld.

Mit einem eigenen Agenten wollen die befragten Handelsunternehmen vor allem die Conversion steigern und eine stärkere Personalisierung erzielen (jeweils knapp 70 Prozent). Für mehr als die Hälfte sind die Verbesserung des Kundenservices und die Kundenloyalität wichtig.
Voraussetzungen für Agentic Commerce sind laut EHI Daten, Expertise und Investitionen. 39,2 Prozent der Befragten bewerten ihre Datenbasis als eher gut bis sehr gut, während 37,4 Prozent sie eher kritisch einschätzen. Gut ein Fünftel der Befragten sieht das eigene Unternehmen personell ausreichend aufgestellt. Aktuell halten 26,6 Prozent der Befragten Investitionen für wahrscheinlich. In fünf Jahren erwarten das knapp zwei Drittel und in zehn Jahren fast drei Viertel.

Mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmenden rechnen damit, dass Agentic Commerce den Handel insgesamt in zehn Jahren nachhaltig prägen wird. Heute sehen allerdings nur wenige (10 Prozent) eine große Bedeutung. Ähnlich beurteilen die Händler den Einfluss im stationären Handel. Aktuell sehen nur 6,2 Prozent der Befragten einen starken Veränderungseffekt. In fünf Jahren rechnen aber bereits 48,3 Prozent mit einem starken Einfluss und in zehn Jahren sind es fast zwei Drittel. Im Onlinehandel sieht heute ein Fünftel einen starken Einfluss, in fünf Jahren sehen dies bereits 85,8 Prozent.












