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Schwere Ladendiebstähle seit 2008 mehr als verdoppelt

Die Anzahl der schweren Ladendiebstähle hat sich seit 2008 um das Zweieinhalbfache gesteigert, wie das EHI Retail Institute schreibt. [Bild: Pixabay]

Die Anzahl der schweren Ladendiebstähle hat sich seit 2008 um das Zweieinhalbfache gesteigert, wie das EHI Retail Institute schreibt. [Bild: Pixabay]

"Es wird mehr geklaut": Auf diese kurze Formel bringt es das EHI Retail Institute in Bezug auf die Inventurdifferenzen 2018. Wie bereits Ende Juni berichtet wurde, beliefen sich die Inventurverluste durch Ladendiebstahl 2018 im deutschen Handel auf 3,75 Mrd. Euro.

Wie das EHI nun berichtet, sind schwere Ladendiebstähle in den letzten zehn Jahren um das Zweieinhalbfache gestiegen, von 9.683 im Jahr 2008 auf 22.068 im Jahr 2018. Hauptproblem sei dabei die Zunahme des organsierten Ladendiebstahls, der hohe Schäden verursacht und nur sehr selten als solcher erkannt wird, so das Institut.

"Die Erfahrungen der Händler zeigen, dass Diebstähle immer häufiger in Gruppen mit gezielter Aufgabenverteilung durchgeführt werden: Beobachten des Verkaufsraumes, Personal ablenken, Täter abschirmen, Diebesgut deponieren, Ware raustragen sowie der Abtransport von Ware und Tätern sind durch mindestens zwei oder mehr Personen gut durchorganisiert", schreibt das EHI. Derartiges Tatgeschehen zu erkennen, zu dokumentieren und mehrere Täter gleichzeitig zu überführen, sei für den Handel äußerst schwierig. Nach EHI-Schätzungen sind mittlerweile wertmäßig ca. 500 bis 600 Mio. Euro bzw. rund ein Viertel pro Jahr aller Ladendiebstähle Bandendiebstählen und der organisierten Kriminalität zuzurechnen.

Dem organisierten Diebstahl einen Riegel vorzuschieben, sei besonders schwierig, so das EHI. "Oft bleibt nur, die Warenbestände zu verringern oder die massenhafte Regalentnahme von diebstahlsgefährdeten Artikeln zu erschweren. Eine permanente Überwachung von Ware und Verkaufsraum ist teuer und kaum darstellbar." Als effektive Gegenmaßnahme gelte zwar eine robuste Präsenz von Sicherheitspersonal oder eine Kameraüberwachung mit sofortiger Interventionsmöglichkeit beim Tatgeschehen. Beides könne jedoch aus Kostengründen in den meisten Fällen nur temporär in akuten Bedrohungssituationen durchgeführt werden und wird daher selten umgesetzt.

Zuletzt kosteten Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen den Handel laut Zahlen des EHI jährlich rund 1,45 Mrd. Euro.




|18. Dezember 2019

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