diy plus

1. Gartenfachmarktkongress: Erfolgsstrategien für den Gartenmarkt

Viele Besucher, gute Referenten. Fazit: Im Garten tut Differenzierung durch Qualität und Eigenprofil Not

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Viele neue Ansätze und Ideen konnten die rund 270 Teilnehmer der ersten Gartenfachveranstaltung des BHB mit nach Hause nehmen. Denn der hohe Stellenwert des Gartens sowie eine Gewichtsverlagerung innerhalb der Kundenpräferenzen schaffen ein gutes Klima für die Bau- und Gartenfachmärkte.Auch wenn die Voraussetzungen zur Zeit günstig sind, die Wachstumsprognosen für den Handel bleiben nach einer von Ulrich Eggert präsentierten BBE-Studie mit drei Prozent gering. Dies liegt nicht zuletzt an den verschärften Wettbewerbsbedingungen: Denn die traditionellen Vertriebswege bekommen zunehmend Konkurrenz durch SB-Warenhaus-Konzepte mit Gartensortimenten und preisaggressive Lebensmittel-Discounter. Zudem drängen Power-Retailer wie Ikea und Möbelhäuser auf den gleichen Markt. Um in diesem entgrenzten Wettbewerb Marktanteile zu sichern, sind neue Profilierungsstrategien gefragt. "Der Handel muss zur Marke werden", so lautete eine von Eggerts Thesen. Diese Meinung unterstützte auch Professor Joachim Zentes vom Institut für Handel und Internationales Marketing in Saarbrücken."Stimmung macht Umsatz", mit diesen Worten brachte es Ewald Repnik auf den Punkt. Nur wer den Zuschauer fasziniert und inspiriert, der verkauft seine Produkte. Im Garten- und Freizeitbereich bedeutet dies die Notwendigkeit von wechselnden, themengebundenen Warenpräsentationen. Wie Heribert Dammann von Knauber erklärte, bieten die verschiedenen Knauber-Filialen ihren Kunden alle vier bis sechs Wochen ein neues Erscheinungsbild. Hinzu kommen Familien-Events, die den Einkauf zum Erlebnis machen. Eine zum Teil vierstündige Kunden-Verweildauer an Wochenenden bestätigt den Erfolg der Knauber-Philosophie."Emotionen" erwies sich als das am häufigsten verwendete Schlagwort. Mit welchen Mitteln diese gezielt geweckt, geleitet und letztendlich auch genutzt werden können, demonstrierte Helmut Panitz von der BayWa AG auf anschauliche Weise: In wenigen Minuten inszenierte er mit Pflanzen, Gerüchen und Musik vor den Augen des Auditoriums als Live-Event eine "Erlebniswelt". Seiner Aussage nach wird sich die gesamte Architektur der Märkte ändern: Die Verkaufsräume werden wieder kleiner.Viel diskutiert wurde das Thema "Branding" im Bereich lebendes Grün. Aus Konsumentensicht gibt es im grünen Bereich kaum oder keine Marken, d.h. bislang konnten sich Pflanzen-Marken in den Köpfen der Verbraucher nicht durchsetzen. Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Beispiele aus der Praxis präsentierte Rudolf Dirr von der…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch