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Titel: AVA/Marktkauf - Baumärkte sind AVA-Sorgenkinder

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2001, Nr. 7-8, S. 18 Titel AVA/Marktkauf Baumärkte sind AVA-Sorgenkinder Gegen den Unternehmenstrend entwickelte sich die Baumarktsparte der AVA negativ. Durch eine Neupositionierung glaubt man aber, bereits in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben zu können Es wurde Bilanz gezogen bei der AVA/Marktkauf in Bielfeld. 1998 war ein Zwölf-Punkte-Programm beschlossen worden, das den Konzern restrukturieren sollte. Die Kosten sollten binnen drei Jahren um 100 Mio. DM gesenkt und im gleichen Zug die Erträge um 100 Mio. DM gesteigert werden, die Umsatzrendite sollte drei Prozent, die Eigenkapitalrendite 15 Prozent betragen. Für Kurt Lindemann, den Vorstandvorsitzenden der AVA, steht fest: "Alle Ziele wurden erreicht!" Die ersten beiden Punkte wurden gemeistert, die Eigenkapitalrendite lag im Jahr 2000 sogar bei 19 Prozent. Nur die Nettoumsatzrendite lag mit 2,9 Prozent geringfügig unter den Vorgaben von 1998. Insgesamt konnte das Ergebnis vor Steuern der AVA von 1997 auf 2000 von 43 Mio. DM auf 267 Mio. DM und die Dividende von 0 DM auf 23 DM umgerechnet auf die Zahl vor dem Aktiensplit gesteigert werden. Einer der neuen Baumärkte wurde 2000 am AVA-Unternehmenssitz in Bielefeld-Brackwede eröffnet. Baumärkte als belastender Faktor Eigentlich schöne Zahlen: Man könnte sich bequem zurücklehnen und die Streicheleinheiten des größten Einzelaktionärs, der Edeka Zentrale AG in Hamburg, genießen. Das große "Aber" sind allerdings die 140 Baumärkte des Konzerns. "Sie sind ein belastender Faktor", so Lindemann auf der Bilanzpressekonferenz Mitte Juni. Die Baumarktsparte des Unternehmens wuchs zwar expansionsbedingt im Jahr 2000 um 20,3 Prozent auf über zwei Mrd. DM an. Bereinigt durch die neuen Verkaufsflächen ergab sich jedoch ein Umsatzrückgang um 4,3 Prozent (die Zahlen der übernommenen Hauser- und Selbstbau-Märkte sind in unserer Tabelle bereits berücksichtigt). Und auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen die Umsätze des der Baumarktsparte der AVA von 892,477 Mio. DM (Jan.-Mai 2000) um 2,7 Prozent (flächenbereinigt -6,2 Prozent) auf 868,195 Mio. DM weiter zurück. Das sind Zahlen, die gegen den AVA-Trend liegen, denn sowohl die zum Konzern gehörenden SB-Warenhäuser, Verbrauchermärkte und auch Krane Optic konnten im gleichen Zeitraum zulegen. Flächenprobleme und Überbesetzung Die Ursachen für diesen anhaltenden Rückgang sieht Lindemann in einem insgesamt stagnierenden bzw. sogar rückläufigen Marktvolumen sowie in der Umstellung der…
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