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Interview: Eigene Schwerpunkte setzen

Knauber-Geschäftsführer Theo Landwehrs über seinen Wechsel, neue Ziele und große Herausforderungen

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diy: Herr Landwehrs, nach einem dreiviertel Jahr bei Knauber als Geschäftsführer, was ist anders als bei Praktiker?
Theo Landwehrs: Das ist schon ein großer Unterschied, wenn man von einem Filialisten wie Praktiker zu einem Familienunternehmen wie Knauber wechselt. Der gesamte Back-Office-Bereich ist bei einem Handelsunternehmen wie Praktiker natürlich größer. Das ist zwar einerseits ein Vorteil, aber andererseits bei einer zeitnahen Entscheidungsfindung hinderlich. Hier bei Knauber sind die Entscheidungswege viel kürzer und auch schneller. Hinzu kommt unsere „knaubertypische“ Philosophie: die Nähe zu unseren Mitarbeitern und unseren Kunden. Das ist, ich kann es bestätigen, auch wirklich keine Floskel, das leben wir hier.
diy: Als Nachfolger von John W. Herbert steht man bei Knauber in einer starken Traditionslinie.
Landwehrs: Das stimmt. John Herbert hat das Unternehmen maßgeblich mitgeprägt. Ein Teil dieser Tradition wird auch weiterhin bestehen bleiben, dafür setze ich mich ein. Ich werde Herrn Herbert jedoch nicht kopieren – er hat wie ich seinen persönlichen Stil. Ich setze meine eigenen Schwerpunkte, die den Entwicklungen im Handel gerecht werden: Die Nähe zu meinen Mitarbeiter zu behalten und gleichzeitig für effektive, moderne Strukturen im Unternehmen zu sorgen, das sind meine primären Ziele. Als mittelständisches Handelsunternehmen ist Knauber dem Druck des globalen Wettbewerbs und damit den internationalen Unternehmen stärker ausgesetzt als zum Beispiel die großen Zehn der deutschen DIY-Szene. Wir steuern mit frischen Ideen dagegen. Service, Kundennähe und individuelle regionale Konzepte sind bei uns keine leeren Worte. Dies zeigt unsere gerade durchgeführte Kundenbefragung am PoS mit 2.700 Interviews. Und da liegt meiner Meinung nach auch die entscheidende Stärke des Mittelstandes gegenüber zentral gesteuerten Unternehmen. Auf der Einkaufsseite sehe ich dagegen Verbesserungspotenzial. Da stehe ich nationalen und internationalen Einkaufsgemeinschaften positiv gegenüber. Sie sehen, Knauber wächst jetzt in eine neue Unternehmensgröße hinein – deshalb müssen wir die Verantwortlichkeiten und Strukturen den entstehenden Prozessen anpassen, wobei ich die „Knauberphilosophie“ als Mittelpunkt sehe, um die sich die Organisation entfaltet.
diy: Wie entwickeln sich die einzelnen Sortimente bei Knauber?
Landwehrs: Da zeigt sich ein unterschiedliches Entwicklungstempo. Das Wachstum im Bereich Kreativ und Hobby ist sehr groß – und das ist ja auch unsere Stärke. Im…
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