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Mäx findet Geiz nicht geil

Auf der jüngsten Gesellschafterversammlung der Fachmarktkooperation Decor-Union stand auch die Strategie der Vertriebslinie Mäx auf der Tagesordnung

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Nachdem etliche Wohnen & Sparen-Fachmärkte von ihren Betreibern in Mäx-Fachmärkte umgewandelt worden sind und andere Mäx-Fachmärkte neu entstanden, gibt es gegenwärtig 28 Standorte dieser Vertriebsschiene. „Wir achten sorgfältig darauf, dass die Vertriebsschiene Mäx nicht in den Discount-Sog abrutscht“, sagte Geschäftsführer Enno Kramer. „Ich persönlich glaube nicht, dass sich langfristig die Ausrichtung des Handels durchsetzt, welche unter dem Motto ´Geiz ist geil´ und ´Ich bin doch nicht blöd´ steht. Für uns genießt der Mäx-Untertitel ´clever einkaufen´ einen hohen Stellenwert“. Nach Kramers Ansicht wird der Zeitpunkt kommen, wo wertiges Verkaufen wieder belohnt wird.
Eine Variante des Mäx-Konzepts stellt die neue Marke Mäx & Friends dar, unter welcher verschiedene Mäx-Fachmarkt-Betreiber in Nordrhein-Westfalen neue Formen der Zusammenarbeit probieren. Dazu gehören gemeinsamer Einkauf, gemeinsame Lagerhaltung und firmenbergreifendes Marketing. Das alles wird in franchise-ähnlichen Systemen abgewickelt. Kramer bezeichnete diese Form der Zusammenarbeit als interessante Entwicklung. „Die bisherigen positiven Ergebnisse zeigen, dass mit einem abgestimmten, vernetzten Handel mehr zu erreichen ist“, sagte er.
Systemführerschaft angestrebt
Auf der Gesellschafterversammlung wurde deutlich: Die Decor-Union strebt die Systemführerschaft an. Das muss sich, so das Selbstverständnis der Kooperation, nicht unbedingt im Volumen ausdrücken (obwohl im Idealfall auch das dazu gehört). Derzeit findet in der Kooperation ein Prozess der Meinungsbildung über die konzeptionelle Ausrichtung statt. Die Gruppe stellt derzeit eine gewisse Sogwirkung fest. Das wird auch weiterhin zur Aufnahme neuer Mitglieder und darüber hinaus zu Allianzen mit anderen Gruppierungen führen, ist man sich bei der Decor-Union sicher.
Bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2002 machte Geschäftsführer Enno Kramer kein Hehl daraus, dass ihn der 9,6-prozentige Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr nicht zufrieden stellt. Andererseits verzeichnete die Branche über alle Bereiche hinweg ein Minus von 9 bis zu 20 Prozent. Man habe also deutlich besser abgeschnitten.
Die Entwicklung der einzelnen Warengruppen ist – wie immer – unterschiedlich. „Während im abgepassten Sektor ganze Strukturen wegbrechen, haben wir zum ersten Mal wieder ein Plus bei der Farbe, auch bei Sichtschutz- und Beschattungsprodukten“, sagte Kramer. Insgesamt habe man das zweite harte Jahr hinter sich. Der zentral fakturierte Umsatz…
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