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Aus dem Moor in die Tüte

Auf 300 Mio. €/Jahr wird der deutsche Markt für Blumenerden im Hobbybereich geschätzt. Hinzu kommt der Markt für Kultursubstrate, die im gewerblichen Gartenbau abgesetzt werden. Zahlreiche Anbieter, zumeist kleinere Unternehmen mit zum Teil eigenen Abbaugebieten, teilen sich ihn auf. Eines der wenigen Großunternehmen in diesem Bereich ist Floragard

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Die hochmoderne Firmenzentrale in Oldenburg wurde 1996 bezogen.
Die Geschichte des erfolgreichen Unternehmens geht zurück auf die Gründung der Torfstreuverband GmbH im Jahre 1919 in Berlin. Erst 1946 wurde der Firmensitz nach Oldenburg verlegt. Die Weichen für den heutigen Geschäftsbetrieb wurden dann 1991 gestellt, durch die Umbenennung in Floragard Vertriebs GmbH für Gartenbau, eine Neuordnung des Gesellschaftervertrags und die Neuorientierung des Marken- und Vertriebskonzeptes, die letztlich für den heutigen Erfolg verantwortlich zeichnet. Und mit heute 105 Mitarbeitern in der Firmenzentrale, einem Stammkapital von zwei Mio. € und einem Jahresumsatz von 112 Mio. € im vergangenen Jahr kann sich das Unternehmen über ein stetiges Wachstum freuen.
Heinrich Müller, Werbeleiter (links), und Otto Sandkuhl, Geschäftsführer, sind ein eingespieltes Team des erfolgreichen Unternehmens in Oldenburg.
Als Gesellschafter sind heute 21 Werke aktiv, mit zusammen circa 700 Mitarbeitern und einem Gesamt-Stammkapital von rund 9,2 Mio. €. So gehören 13 Hobby-Erden- und Profi-Substratewerke der Gesellschaft an, dazu weitere sechs Torf-Betriebe und zwei Dünger-Werke. Fünf Partnerwerke außerhalb des Gesellschafterkreises sind darüber hi-naus vorwiegend mit Rindenproduktion beschäftigt. Um die Produktionskapazität der Torfprodukte zu sichern, verfügt man über ca. 13.000 ha Torf-Lagerstätten, vor allem in Deutschland, dazu im Baltikum. Fast drei Mio. m3 umfasst der jährliche Produktionssausstoß von Floragard und stellt damit rund 1/3 der gesamten deutschen Produktion dieses Segmentes dar. Das entspricht 36.000 Komplettladungen im Jahr oder einer Mio. Paletten. Während der letzten Frühjahrssaison vermarktete Floragard über mehrere Wochen täglich mehr als 500 LKW-Ladungen. Die Produktionsstandorte sind in Norddeutschland verteilt auf die Gebiete Nord-Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Im firmeneigenen Gewächshaus führt Nadia Reumann mit ihrem Team umfangreiche Pflanz- und Wuchsversuche mit Erden und Düngern durch.
Einer der größten Produktionsstandorte befindet sich im ostfriesischen Ost-rhauderfehn: Im Erdenwerk Strenge werden auf mehreren tausend Quadratmetern Erden und Substrate gemischt und verpackt. Acht moderne Verpackungsanlagen befüllen die Säcke automatisch, verschweißen sie und packen automatisch die Paletten. Ein großes Freigelände nimmt die gepackten Paletten schließlich auf, von wo sie mit LKW zu den Kunden transportiert werden.
Mit mehreren…
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