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An der Schwelle zum Masseneinsatz

Eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants kommt zu dem Ergebnis, dass RFID das Potenzial besitzt, die Supply Chain zu revolutionieren
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Wird die RFID Technologie den Barcode als Standard in der automatischen Identifikationstechnologie ablösen? Eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants kommt zu dem klaren Ergebnis: Ja! Danach hat die Technologie das Potenzial, die Supply Chain zu revolutionieren. Bereits bis 2005 sollen danach rund zehn Prozent der Barcodes durch RFID ersetzt worden sein; bis 2015 gar mehr als die Hälfte.
Zielsetzung des Einsatzes von RFID(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Das Anwendungspotenzial wird also, glaubt man der Studie, in Zukunft deutlich steigen. Bleibt die Frage welche Felder im Vordergrund stehen. Insgesamt zwölf Bereiche wurden von den Marktforschern erfasst. Danach wird die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) künftig vor allem bei der Kontrolle des Warenflusses, der Diebstahlsicherung, der Wareneingangsprüfung und dem Versand in den kommenden fünf Jahren eine größere Rolle spielen, aber auch beim Transport, der Zutrittskontrolle und der Lagerbestandsverwaltung.
Anwendungspotenzial RFID heute und in fünf Jahren(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Dabei steht gegenwärtig das sogenannte „Unit Tagging“ im Vordergrund, bei dem lediglich die Verpackungseinheiten oder die Ladehilfsmittel (Paletten) mit Transpondern versehen werden. Vorteile bietet auch das „Item Tagging“, wobei jedes einzelne Produkt mit einem Transponder versehen wird. Allerdings steigen dadurch auch spürbar die Kosten.
Als vordringlichste Zielsetzung für den verstärkten Einsatz ermittelten die Marktforscher von Roland Berger Strategy Consultants: die Verringerung von Fehlerraten. Die Senkung der Personalkosten sowie die Steigerung der Warenverfügbarkeit spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.
Bei der vertiefenden Frage an die Unternehmen, wo vor allem mit Einsparpotenzialen gerechnet wird, werden aber dann in erster Linie genannt: die Personalkosten im Lager und beim Transport, aber auch bei der Auftragsabwicklung, den Bestandskosten und beim Schwund. Bei den Unternehmen, die bereits RFID einsetzen oder dessen Einsatz planen, wird von einer Amortisationszeit von rund 2,5 Jahren ausgegangen.
Insgesamt wurden in die Studie 60 bedeutende Unternehmen aus der Konsumgüterbranche eingebunden, und zwar Händler als auch Hersteller. Dabei ergab sich, dass die RFID-Technologie bereits heute weit verbreitet ist. Bei zehn der befragten Unternehmen befindet sich die Technologie bereits in Anwendung; bei neun wird gegenwärtig ein Pilotbetrieb durchgeführt. Außerdem befindet sich RFID bei 14 Unternehmen…
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