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Erhöhte Taktzahl bei Innovationen

Vileda hat seit kurzem mit Marc A. Bajorat einen neuen Geschäftsführer. Kern seiner Strategie bleibt eine konsequente Markenpolitik. Gleichzeitig will er die Innovationszyklen verkürzen und die Rolle des Außendienstes stärken. diy sprach mit ihm und Marketing Direktor Guido Kühne

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diy: Eigen- oder Handelsmarken, Sie beharren darauf, werden auch in Zukunft für Sie kein Thema sein.
Marc A. Bajorat: Wir setzen voll und ganz auf unsere Premiummarken- und Premiumpreisstrategie. Es hat sich ganz klar gezeigt, dass das Preisbewusstsein bei unseren Produktgruppen bei den Verbrauchern bei weitem nicht so sensibel eingestellt ist, wie bei anderen Themen. Stattdessen werden wir künftig dem Handel verstärkt Category Management-Lösungen anbieten. Diese integrieren in einer Gesamtsortimentskonzeption natürlich alle Wettbewerber und auch Private Labels.
Konsequente Premiummarkenstrategie: Marc A. Bajorat ist seit Februar neuer Geschäftsführer der Vileda GmbH, Weinheim.
diy: Trotzdem geht doch auch an Ihnen der zunehmende Preisdruck nicht vorbei?
Bajorat: Natürlich nicht. Aber das Ziel ist und bleibt die Wertschöpfung. Dieses wollen wir erreichen, indem wir die Innovationszyklen der Produkteinführungen noch weiter verkürzen. Das bedeutet zum einen, den Zeitraum von einer Produktidee bis zur Marktpräsenz weiter zu verringern, zum anderen aber auch, noch mehr Neuheiten schneller in den Markt bringen.
diy: In der Vergangenheit haben Sie Produkteinführungen auch dadurch realisiert, dass Sie Produktsparten anderer Hersteller übernommen haben, konkret das Thema Wäschepflege von Hailo. Wird es künftig weitere Sortimentserweiterungen oder Kooperationen in diese Richtung geben?
Bajorat: Die Integration des Themas Wäschepflege ist inzwischen komplett abgeschlossen. Auch die Produktion dieses Segmentes ist, wie Sie wissen, im Besitz von Vileda. Das aktuelle Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Kärcher. Wir haben hier ein Reinigungssystem entwickelt mit elektrisch betriebenem Auswringkorb. Hier hat sich eine Kooperation geradezu angeboten, weil wir noch nie Produkte mit Elektrik vertrieben haben. Ähnliche Kooperationen streben wir in Zukunft an, spruchreif ist aber gegenwärtig nichts.
Guido Kühne: Gleichzeitig, lassen Sie mich das ergänzen, ist dieses Produkt ein sehr gutes Beispiel für unsere Gesamtstrategie. Es stellt einen Artikel dar mit echtem Mehrwert für den Endverbraucher und bietet gleichzeitig spürbar bessere Renditen. Ein ideales Produkt für den Baumarkt.
Intensive Aufwendungen für Marketing und Werbung: Guido Kühne, Marketing Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung.
diy: Premiummarken und -preisstrategie, um darauf zurückzukommen, bedeuten aber auch hohe Aufwendungen für Marketing und Werbung.
Kühne: Richtig! Und die werden wir künftig noch weiter…
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