diy plus

Die vier Himmelsrichtungen des Wohndesigns

Mit dem Trendbook „interior trends 2007“ will die Kölnmesse Orientierungsmöglichkeiten bieten, wenn es um Fragen künftiger Einrichtungsstile geht

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Wie möchten wir wohnen? Oder vielmehr: Wie wollen wir leben?
Viele Wege führen zum Glück. Das ist die Botschaft des Zeitgeistes im Interieur Design. Doch welcher ist meiner? Die „interior trends 2007“ wie auch die allgemeine Entwicklung des Marktes, der seit einigen Jahren eindeutige Trends vermissen lässt, zeugen von der Experimentierfreude vieler Konsumenten und dem wachsenden Selbstbewusstsein und Bedürfnis, individuellen Zusammenstellungen den Vorzug vor normierten Mustern zu geben. Umso wichtiger scheint es, dass Projekte wie das Kölner Trendboard Orientierungshilfen bieten.
Sechs renommierte Designexperten aus den Bereichen Produktdesign, Architektur, Designberatung und Fachpublizistik wurden von der Kölnmesse gebeten, ihre Erfahrungen und Beobachtungen zusammenzutragen, um eine Prognose zu den Interior Trends des kommenden Jahres zu erarbeiten. Das so genannte Trendboard wurde vor drei Jahren erstmals etabliert, um im Vorfeld der internationalen Einrichtungsmesse „imm cologne“ einige der wichtigsten Gestaltungstrends und Konsummuster zu identifizieren.
Die Stil- und Materialforschungen sowie die Analysen der gesellschaftlichen Entwicklungen der Designexperten aus den vergangenen Monaten wurden im Sommer in einem zweitägigen Workshop vorgestellt. Die Ergebnisse wurden zu vier Hauptsträngen gebündelt: Sie heißen „Heirloom Culture“, „New Hybrids“, „Size Matters“ und „Design as Art“.
„Heirloom Culture“, die Kultivierung der Erbstücke, wirkt noch am wärmsten. Nicht nur aufgrund der zarten und natürlichen Farben, sondern auch durch die liebevoll neu interpretierten archetypischen Formen wie das klassisch geschwungene, aber irgendwie unförmig wirkende Stuhlbein, der eher grobschlächtige Schaukelstuhl oder der formal reduzierte Ohrensessel. Das Motto dieses Stils ist „Slow Design“. Hier haben die Dinge eine Geschichte, nichts braucht neu erfunden zu werden.
Auch in der Kategorie „New Hybrids“, neue Mischformen und Kreuzungen, dominiert die Suche nach einer Ethik, die das Leben einfacher gestaltet. Doch hier wird an einer neuen Weltordnung gezimmert, die einem veränderten Lebensgefühl Rechnung trägt. Simplexity heißt hier das Ideal, in dem Technik selbstverständlich wird, ohne zu dominieren. Leichtigkeit der Strukturen, Farben und Muster, organische Volumen sind Ausdruck dieser Offenheit gegenüber der Zukunft.
Bei „Size Matters“ wird mehr dem Augenblick gefrönt, denn die Zukunft ist ungewiss. Aufgepumpte Volumen, mutige Töne und eine Faszination an amorphen und…
Zur Startseite
Lesen Sie auch