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Solarthermische Anlagen haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre von einem Nischenbereich zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. „Alleine der Wert der in Deutschland installierten Solarkollektoren betrug im Vorjahr 270 Mio. €“, erläutert Petra Kalleitner, Market Analyst der Inter-Connection Consulting Group, „und das ist nur ein Teil der gesamten Wertschöpfungskette.“
Für diese positive Entwicklung seien in erster Linie die steigenden Energiepreise verantwortlich, so die Expertin weiter. Immer mehr private Haushalte versuchen, die hohen Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung durch die Installation von solarthermischen Anlagen zu verringern. Verursacht durch die spürbar gestiegenen Preise für Heizöl habe sich die jährlich installierte Fläche von Solarwärmeanlagen im Vergleich zu 2002 nahezu verdoppelt.
Von den im Jahr 2005 neu installierten Kollektorflächen entfielen laut der Studie des Marktforschungsunternehmens Inter-Connection 86,7 Prozent auf Flachkollektoren, 9,2 Prozent auf Vakuumröhrenkollektoren und 4,1 Prozent auf Schwimmbadabsorber. Der Vorteil der etwas teureren, aber leistungsfähigeren Vakuumröhrenkollektoren bestehe darin, dass die Solarenergie auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden könne. Aufgrund des gegenwärtig zu beobachtenden Trends zu Kombianlagen, so Petra Kalleitner weiter, also der Nutzung der Sonnenenergie sowohl zur Wassererwärmung als auch zur Heizungsunterstützung, werde der Anteil der Vakuumröhrenkollektoren auf rund zehn Prozent im Jahr 2008 steigen.
Das Marktpotenzial in Deutschland sei aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Neben den hohen Anfangsinvestitionen sei für viele Hausbesitzer vor allem die Optik noch ein Grund für die Zurückhaltung bei der Anschaffung eines Solarsystems. Doch das Motto: „Lieber einen hässlichen Kollektor auf dem Dach, als eine saftige Heizkostenrechnung in der Hand“, gilt so nicht mehr. Immer häufiger fungierten Kollektoren zugleich als Gestaltungselemente, die sich vollständig in die Fassade oder in die Dachhaut integrieren ließen. So bleibe auch der architektonische Charakter eines Gebäudes erhalten. Von diesen optischen Ansprüchen profitierten vor allem Anbieter von Solar-
Roof-Systemen, bei denen die gesamte Dachfläche aus Kollektoren bestehe, sowie die Hersteller von Fassadenkollektoren. Letztere machten derzeit erst 6,3 Prozent aller Installationsarten aus. Prognostiziert wird jedoch in diesem Bereich mittelfristig ein starker Anstieg. Im Jahr 2007 wird für…
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