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Nichts dazu gelernt

Der Handel im Bereich Wohnraummöbel tritt nahezu auf der Stelle. Der Grund, so eine Studie von Titze und BBW, ist die mangelnde Bereitschaft, vom Klassenprimus zu lernen.
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Download: Nichts dazu gelernt (PDF-Datei) Die Distribution von Möbeln befindet sich seit Jahren in einem Umstrukturierungsprozess. Anstöße dazu gaben die schlechte Konjunktur und Konsumverzicht, aber auch die demographische Entwicklung. Gerade ältere Menschen könnten sich aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Möbel kaufen, tun dies aber meist nur, wenn Ersatzbeschaffungen anstehen. Die jüngeren Bevölkerungsanteile nehmen in Deutschland dagegen kontinuierlich ab, und damit auch die Zahl der Familiengründungen oder Neueinrichtungen. Der Handel reagierte auf diese Situation mit Flächenausweitungen, extremen Preiskämpfen und der Differenzierung der Vertriebswege. Die Palette reicht dabei von Märkten für das „Junge Wohnen“ über Mitnahmemöbelmärkte bis hin zu Kooperationen verschiedener Spezialanbieter. Als weitere Vertriebstypen kommen die multimedialen Formen Internet und TV-Shopping hinzu, wenn auch das Internet beim Möbelkauf überwiegend zur Information dient. Obwohl jüngste Meldungen eine Erholung der deutschen Möbelindustrie signalisieren, insbesondere durch ein positives Exportgeschäft, tritt der Handel von Wohnraummöbeln weitgehend auf der Stelle. In einer Handelsbefragung der Unternehmensberatung Titze und BBW Marketing Dr. Vossen & Partner über dieses Produktsegment wurden die Probanten unter anderem auch nach ihrer Einschätzung befragt, wie sich die einzelnen Vertriebswege für diese Warengruppe künftig entwickeln werden. Danach werden lediglich dem Möbelfachhandel von 52 Prozent der Händler deutlich bessere Aussichten zugeschrieben. Im Mitnahmemöbelhandel sehen die Händler die Situation etwas anders. Hier wird von einer gleich bleibenden Entwicklung ausgegangen, ähnlich wie bei Möbeldiscountern und bei den Möbel-SB-Märkten. Auch bei der Bewertung der Zukunftsaussichten für den Vertriebsweg Bau- und Heimwerkermärkte lässt sich nur mit viel gutem Willen eine positive Einschätzung ermitteln. Hier sehen rund zwei Drittel aller befragten Händler eine gleichbleibende Marktstellung im Bereich Wohnraummöbel. Nur 20,9 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft, fast genauso viele, konkret 16,5 Prozent, bewerten die Aussichten künftig als eher schlechter. Als wesentlichen Grund für die gebremste Entwicklung im Handel (die Inlandsmarktversorgung mit Wohnraummöbel lag 2006 bei 1,548 Mrd. € zu Herstellerabgabepreisen) ermittelten die Marktforscher mangelnde Lernbereitschaft, insbesondere vom Klassenbesten „Ikea“. „Das ‚Lernen von den Besten’“, so…
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