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Umweltschutz muss sich rechnen

Ökologischen Aspekten wird in der Handelslogistik eine immer wichtigere Rolle zugeordnet. Doch konkrete Maßnahmen werden nur dann umgesetzt, wenn sie auch einen klaren wirtschaftlichen Vorteil bringen.
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Es ist ein Ergebnis, das durchaus überrascht: Bei der Frage, welche Rahmenbedingungen künftig die Entwicklung der Handelslogistik am meisten beeinflussen werden, antworteten die Verantwortlichen großer Handelsunternehmen*, dass es sich dabei um ökologische Aspekte handeln würde. Selbst den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wurde laut einer Studie des EHI noch eine höhere Relevanz zugestanden, als den ökonomischen. Technologische Einflussfaktoren rangierten abgeschlagen auf dem vierten Rang (siehe Grafik). Das zeigt eines ganz klar: Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist bei den Logistik-Verantwortlichen angekommen. Die anhaltende öffentliche Diskussion um Klimawandel etc. hat hier offensichtlich Niederschlag gefunden. Bei der Betrachtung der zur Nachhaltigkeit korrespondierenden Maßnahmen jedoch wird ein weiterer Trend deutlich: Die Mehrheit der befragten Untenehmen hat in naher Zukunft keine direkten Maßnahmen für eine nachhaltige Logistik, wie etwas Investitionen in alternative Verkehrsträger und Antriebstechnologien oder den Umstieg auf regenerative Energiequellen im Lager, vorgesehen. Das legt nahe, dass die angesprochenen Technologien noch nicht ganz ihre wirtschaftliche Reife erreicht haben. Stattdessen wird auf Maßnahmen gesetzt, mit denen beide Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können und die einfach umzusetzen sind, wie Tourenoptimierungen oder Fahrerschulungen mit dem Ziel einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Dennoch gibt es zur Zeit auch eine Reihe von weiterführenden Forschungsprojekten zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit, an denen viele Handelsunternehmen beteiligt sind, beispielsweise intermodale Verkehrskonzepte zur Staureduzierung oder der CO²-neutralen Versorgung von Innenstädten mit Waren und Dienstleistungen. Aus den Ergebnissen der Studie geht aber auch hervor, dass nach wie vor der Aspekt der Kosten vorherrschend ist. Dies, so die Analysten des EHI, käme als Trend nur deshalb nicht so bestimmend zum Tragen, weil die Transportkosten seit jeher zum Tagesgeschäft jedes Logistikers gehörten. Damit wird auch das nachrangige Abschneiden der Kostenaspekte im Vergleich mit anderen Trendthemen wie ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erklärt. Die Reduzierung der Transportkosten bleiben also der Schlüssel zur erfolgreichen Gestaltung des Logistiknetzwerkes. Maßnahmen sind hier neben den erwähnten Tourenoptimierungen auch die Zeitfenstersteuerung im Wareneingang bzw. die Optimierung der Rampenkontakte…
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