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Künstliche Intelligenz

Experten rechnen mit Disruption

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt auch im Handel immer mehr an Bedeutung. Doch wie wird sich die neue Technologie in diesem Bereich künftig entwickeln und verbreiten? Mit dieser Frage hat sich das EHI in Zusammenarbeit mit ScMI in seiner Szenariostudie „Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Handel 2030“ beschäftigt.   
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„Dem Handel erschließen sich mit Hilfe von KI erhebliche Verbesserungspotentiale. So in allen Feldern beginnend in der Zentrale, über die Logistik und Transport bis hin zur Filiale oder dem Online-Shop“, erläutert Andreas Kruse, KI-Experte des EHI. Die DIY-Branche könne seiner Ansicht nach durch zusätzliche Kundenservices profitieren, im personalisierten Marketing und im „dynamic pricing“.

Das Institut nutzt das Szenario-Management seines Methodenpartners ScMI, um Zukunftsbilder für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz im Handel innerhalb der kommenden zehn Jahre zu beschreiben. Das interdisziplinäre Expertenteam aus Handelsunternehmen und Technologie-Dienstleistern hat zu diesem Zweck acht Szenarien entwickelt, die von einer langsamen KI-Entwicklung bis zu einer völligen Umstrukturierung des Marktes durch Künstliche Intelligenz reichen.

Im ersten Szenario wird lediglich von einer begrenzten Entwicklung der Technologie ausgegangen. Es gibt allerdings bereits Unternehmen wie Amazon, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen und damit großen Erfolg haben. Doch viele Unternehmen sind noch vom Umgang mit KI überfordert oder erkennen den Nutzen nicht. Diesen Zustand der Polarisierung beschreibt das sogenannte Szenario #2: Künstliche Intelligenz wird von wenigen großen kapitalstarken Unternehmen getrieben, die von der Technologie profitieren. Daher werde es für Handelsunternehmen erfolgsentscheidend sein, sich heute und in Zukunft mit KI auseinanderzusetzen, sind die Macher der Studie überzeugt. So beschreibt das „Szenario #5“ eine Entwicklung, in der sich auch stationäre Händler auf die neue Entwicklung einlassen und KI die Kreativität des Handels nachhaltig unterstützt.  

Vorstellbar ist ferner, dass die Bedenken gegenüber KI bei Unternehmen und Kundschaft zu groß sind, zum Beispiel hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit oder des Datenschutzes, sodass sich Künstliche Intelligenz nur gebremst und im Verborgenen entwickeln kann. Daher überlässt der Handel die technologische Entwicklung anderen Akteuren, beispielsweise Plattform-Betreibern wie Ebay, und konzentriert sich in den Szenarien #3 und #6 auf die Optimierung von Hintergrundprozessen, die für die Kundschaft unsichtbar sind.

 

Künstliche Intelligenz
(Quelle: EHI)

Im Rahmen einer Befragung unter den beteiligten Experten wurde deutlich, dass langfristig eine durch KI ausgelöste Disruption im Handel erwartet wird – getrieben durch leistungsstarke autarke und selbstoptimierende Systeme. Diese Entwicklung kann durch den Handel…

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