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Phantastisch

Für die Fach-Gartencenter ist das Jahr 2009 gut gelaufen - wenn sie die Krise für sich zu nutzen wussten.
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Als sich die Mitglieder des VDG vor einem Jahr in Salzburg zu ihrer Wintertagung trafen, bestimmte ein Wort die Vorträge im Saal und die Diskussionen auf den Fluren: die Krise. Man blickte in sorgenvolle Gesichter. Ein Jahr später strahlen diese Gesichter. "Es war ein phantastisches Jahr", schwärmt etwa Christian Dinger im Pressegespräch auf der Wintertagung 2010. Was heißt das in Zahlen? Eine branchenweit verbindliche Zahl will der Verbandsvorsitzende Eckhard Heinemann nicht nennen; schließlich liegen ihm lediglich die Zahlen vor, die die Mitglieder der Erfa-Gruppen melden, und das sind längst nicht alle Verbandsmitglieder. Dafür nennt Heinemann gleich zwei Zahlen: Zwischen einem und sechs Prozent, "je nach Größenordnung" und natürlich "mit Ausreißern in beide Richtungen", haben die Umsätze zugelegt -  Zahlen, mit denen eine Branchenvertretung gerade im Einzelhandel eigentlich nicht hinterm Berg halten müsste. Starke Zuwächse hatten die Gartencenter in den Warengruppen Baumschule, Stauden sowie Beet und Balkon zu verzeichnen. Zimmerpflanzen und Schnittblumen hingegen haben sich als problematisch erwiesen. Was die wirtschaftliche Entwicklung der Gartencenter insgesamt betrifft, haben sich 2009 drei Trends aus den Vorjahren fortgesetzt: Größere Betriebe haben in der Regel besser abgeschnitten als kleinere. Gut gefahren sind auch Betriebe, die den gemeinhin umsatzschwachen Sommer meistern und es gerade im vergangenen Jahr geschafft haben, sich und ihr Sortiment den Kunden attraktiv zu machen, die vielleicht gerade ihren Sommerurlaub der Krise opfern mussten. Als dritter Punkt sind die Inspektionen zu nennen, die der Verband in einem standardisierten Verfahren anbietet. So haben die teilnehmenden Gartencenter die Möglichkeit, Schwachstellen zu erkennen und daran zu arbeiten. Es spricht für den Verband, dass er sich gerade auch der als problematisch identifizierten Themen annimmt. So hat er beispielsweise prompt einen Vortrag zum Sorgensortiment Zimmerpflanzen ins Programm der Wintertagung gehoben. Frank Teuber, Geschäftsführer des Blumenbüros Holland, stellte das Projekt "Welcome to indoor gardening" vor, das die Tagungsteilnehmer am nächsten Tag in Dinger´s Gartencenter in Köln auch schon als realisierte Pilotverkaufsfläche begutachten konnten und das sich mit den drei Themenfeldern "traditionell-klassisch", "modern-stimmungsvoll" und "puristisch-modern" auf typische Kundengruppen ausrichtet. Im gesamten Tagungsverlauf war das Bemühen deutlich erkennbar, den…
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