Das wirtschaftliche Umfeld in Russland verschlechtert sich weiter. Das wirkt sich negativ auf das Kundenverhalten im Land aus und verschärft die Krise in der russischen DIY-Branche.
Nach Angaben des russischen Statistikdienstes (Rosstat) und einiger lokaler Forschungsagenturen ist der Umsatz des russischen DIY-Marktes in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 voraussichtlich um mindestens 3,5 Prozent zurückgegangen und hat 3,52 Billionen Rubel (37,74 Mrd. Euro) erreicht.
Negative Trends auf dem Markt wurden erstmals im Frühjahr des vergangenen Jahres beobachtet und haben sich seitdem verschärft. Einer der Hauptgründe dafür ist der allgemeine Rückgang des Wohnungsbaus in Russland.
Nach Angaben von Rosstat ging der Wohnungsbau in Russland von Januar bis August 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent zurück und erreichte 67,5 Mio. m². In diesem Zeitraum wurden im Land 20,2 Mio. m² Wohnfläche in Mehrfamilienhäusern und 47,3 Mio. m² in Einfamilienhäusern gebaut, was einem Rückgang von 6 Prozent beziehungsweise 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die meisten unabhängigen Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Rückgang sogar noch höher ausgefallen sein könnte.
Dies setzt die russische DIY-Branche unter erheblichen Druck. Nach aktuellen Daten des russischen Dienstes OFD Platform sind die Verkäufe von DIY-Artikeln in Russland seit Beginn des Jahres 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent zurückgegangen. Laut Dmitry Batyushenkov, dem CEO des Unternehmens, war der größte Rückgang im stationären Einzelhandel zu beobachten.
Gleichzeitig ist auch ein deutlicher Rückgang der Kundenfrequenz in russischen Baumärkten zu verzeichnen. Laut einem aktuellen Bericht der lokalen Forschungsagentur Focus Technologies ging die Kundenfrequenz von Januar bis August 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent zurück.

Vertreter führender russischer Baumarktketten wie Lemana Pro (früher Leroy Merlin, -7 Prozent), Obi (-14,2 Prozent) und Maxidom (-16 Prozent) haben den Umsatzrückgang bestätigt. Allerdings gab es ein Wachstum bei ihren Online-Umsätzen, die je nach Kette um 5 bis 7 Prozent gestiegen sind.
Aleksey Lukyanov, IR-Direktor des Online-Baumarkts Vseinstrumenti, sprach über die derzeitige gemischte Dynamik auf dem russischen Baumarkt. Er sagte, dass das Unternehmen zwar einen Rückgang im Einzelhandelssegment verzeichnet, die Nachfrage im…












