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Der Markt für Wärmedämmverbundsysteme wächst kontinuierlich. Vor allem die Hersteller und die Bau- und Heimwerkermärkte profitieren davon.
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Die öffentliche Diskussion um die Energieversorgung in Deutschland, die Sorgen um das Klima und die steigenden Energiepreise wirken sich positiv auf die Entwicklung des Marktes für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) aus. Laut einer Studie der IC Consulting, Wien, wuchs dieser Markt in Deutschland 2010 um 8,7 Prozent und erreichte damit ein Gesamtvolumen von 977 Mio. €. Die Menge der verlegten Fläche stieg um 7,3 Prozent auf 38.530.000 m². In Österreich wuchs der WDVS-Markt fast im gleichen Ausmaß, nämlich um 8,4 Prozent und erzielte einen Umsatz von etwa 270 Mio. €. Obwohl der österreichische WDVS-Markt kleiner ist als der deutsche, ist die Pro-Kopf-Nachfrage nach verlegter WDVS-Fläche viel höher und beträgt 9.643.000 m². Das entspricht etwa 1,3 m² pro Einwohner. In Deutschland kommt man damit laut der aktuellen Studie „IC Market Tracking WDVS in Deutschland und Österreich 2011“ von Interconnection Consulting auf etwa 0,5 m² pro Einwohner. Neben den oben genannten Gründen, war ein weiterer Treiber für die positive Entwicklung die massiven konjunkturstützenden Maßnahmen, die in Österreich und Deutschland nach der schweren Wirtschaftskrise 2009 ergriffen wurden. Als Folge kam es zu einer Aufwertung der thermischen Sanierung und einem spürbaren Anstieg der Wohnbautätigkeit. Die verlegten WDVS in Deutschland werden laut der Studie bis 2015 sogar auf mehr als 50.000.000 m² steigen. Laut Erhebungen von Interconnection Consulting kommt die staatliche Förderung vor allem der Dämmstoffindustrie und den Baumärkten zugute, weniger den WDVS-Verlegern. Grund ist, dass gerade im Eigenheimbereich der Einbau von WDVS sehr oft in Eigenregie erfolgt. Bei allen WDVS-Produktgruppen, außer bei Mineralschaum-WDVS, ist laut der Studie ein Aufwärtstrend zu beobachten. Trotz sinkender Marktanteile von WDVS aus EPS (expandiertes Polystyrol) gegenüber anderen Materialien wie Mineralwolle, Resol-Hartschaum u. a. liegt der EPS-Marktanteil in Deutschland und Österreich 2010 bei über 60 Prozent. WDVS aus Mineralwolle weisen 2010 bis 2014 mit 10,6 Prozent die höchste durchschnittliche Wachstumsrate verlegter Fläche von allen WDVS-Dämmstoffen in Österreich auf. Die Materialkosten von WDVS aus EPS und Mineralschaum sind zwar niedriger als die von Mineralwolle-WDVS, die Verlegung von WDVS aus Mineralschaum ist aber aufwändiger und deshalb praktisch nur durch Profis zu bewerkstelligen. Gleichzeitig werden die WDVS immer dicker. In Österreich waren 2010 82 Prozent der verlegten WDVS über zehn cm…
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