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Altersgerechte Anpassung

Immer mehr Menschen in Deutschland erreichen ein immer höheres Alter. Damit steigt auch die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum.
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Selbstständigkeit leben: Wenn sich die Antwort älterer Menschen auf die Frage, wie sie im Alter Wohnen möchten, auf einen einfachen Nenner bringen lässt, dann ist es dieser: selbstständig leben. Doch mit dem Älterwerden ändern sich die Bedürfnisse der Menschen und damit auch deren Anforderungen an ihre Wohnungen, die dann gegebenenfalls auch altersbedingten Einschränkungen gerecht werden müssen. Untersuchungen wie die der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) legen mitunter nahe, dass sich ein altersgerechter Umbau eines Gebäudes oder einer Wohnung gar nicht mehr lohnt und ein Neubau kostengünstiger ist als ein Umbau, nämlich konkret dann, wenn nicht nur die Kosten für den altersgerechten Umbau, sondern auch die für die energetische Sanierung eines Gebäudes zugrunde gelegt werden. Das mag für manche Einzelfälle zutreffen. Doch für die Mehrzahl der Betroffenen dürfte eine solche Lösung aus naheliegenden Gründen nicht in Frage kommen. Denn laut einer Emnid-Studie können die Bundesbürger im Durchschnitt nur rund 280 € für Serviceleistungen und altersgerechte bauliche Veränderungen monatlich aufwenden. Bei Mietern liegt dieser Wert erwartungsgemäß niedriger, bei Eigentümern dagegen etwas höher. In der Praxis dürfte die schrittweise Anpassung an die sich entwickelnden Notwendigkeiten des zunehmenden Alters am häufigsten anzutreffen sein. Gefragt sind also einzelne Module, um eine Wohnung auf die sich entwickelnden Bedürfnisse und auch Einschränkungen der Bewohner zuzuschneiden. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW) hat dazu eine Liste der wichtigsten Projekte und deren Kosten vorgelegt. Der Einbau einer Rampe zur Überwindung von Stufen schlägt danach mit 500 € zu Buche, kann aber auch in Abhängigkeit der Länge und Höhe sowie des verwendeten Materials bis zu 7.000 € kosten. Wird der Austausch der alten Gebäudeeingangstür notwendig, müssen dafür laut BFW zwischen 2.300 und 5.000 € aufgewendet werden. Für den Einbau von Handläufen für Treppen braucht es danach eine Investition von 500 bis 700 €. Teuer wird es, wenn ein Treppenlift notwendig wird. Dann stehen, abhängig von der Ausgestaltung der Treppe und sonstiger Gegebenheiten, Kosten zwischen 6.000 und 20.000 € an. Dies ist allerdings noch preiswert im Vergleich zu den Kosten für einen Aufzug, die sich auf über 200.000 € belaufen können. Ein Wohnbereich, der häufig sich verändernden Bedürfnissen angepasst werden muss, ist der Sanitärbereich. Der…
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