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„Die Stimmung ist positiv“

Online-Handel, Sonntagsverkauf, Eigenmarken – der Verband Deutscher Garten-Center hatte auf seiner Wintertagung mehr zu diskutieren als die Umsatzverläufe im Pflanzengeschäft.
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Die im Verband Deutscher Garten-Center (VDG) zusammengeschlossenen Gartenhandelsbetriebe haben im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. „Die Stimmung ist positiv“, fasste Eckhard Heinemann, Vorsitzender des VDG, bei einem Pressegespräch im Rahmen der Wintertagung des Verbands seine Einschätzung zusammen. Deutlich nach oben sind die Umsätze bei den Unternehmen gegangen, die mit Pflanzen für den Außenbereich stark sind, also Baumschule und Beet und Balkon. „Wer nicht stark in der Baumschule ist, kam bei Null oder knapp über Null Prozent plus heraus“, sagte Heinemann. Dementsprechend haben die Sortimente Baumschule, Stauden sowie Beet und Balkon 2012 deutlich zugelegt, ebenso Grillen, Dünger, Erden und – soweit in den Betrieben vorhanden – Gastronomie. Zimmerpflanze und Schnittfloristik haben stagniert, auch bei Pflanzgefäßen und Werkzeugen gab es keine Ausschläge. Der Bereich Boutique erreichte ein ganz leichtes Plus. Dagegen haben die Saisonmärkte – also Weihnachts- und Ostersortimente –, Pflanzenschutz sowie Gartenmöbel ein Minus verzeichnet. Die Wintertagung in Bad Zwischenahn war mit rund 230 Teilnehmern nach Einschätzung des Verbands sehr gut besucht. Sie stand unter dem Motto „Mit Grün nach oben“. Ausführlich beschäftigte sich die Tagung mit dem Online-Handel. Hier werden weitere Steigerungen erwartet, doch wurden sehr unterschiedlich Prognosen gestellt. So geht Eckhard Heinemann davon aus, dass der Anteil der online erzielten Umsätze im Gartenmarkt künftig über den 2,9 Prozent liegen, die Klaus Peter Teipel von Results4retail in seinem Vortrag als Prognose für 2015 genannt hatte. Teipel bezifferte den Online-Markt im Gartenbereich für das Jahr 2011 mit einem Volumen von 320 Mio. €, was einem Marktanteil von 1,8 Prozent entsprach. Bis 2015 sieht er dieses Volumen, das sich allerdings auf viele kleine Player verteilt, auf rund 560 Mio. € wachsen. Das wäre immerhin ein Wachstum von 72 Prozent innerhalb von vier Jahren. Um auf diesem Markt zu bestehen, kommt es, so Teipel, auf eine vereinheitlichte Kommunikationsstrategie an, die ein einzelnes Gartencenter kaum bewältigen kann. „Verabschieden Sie sich von der Illusion, dass jeder von Ihnen einen eigenen Online-Shop haben muss“, sagte Teipel. Der Verband hat eine solche einheitliche Lösung für viele Beteiligten ja bereits mit dem Online-Shop Olerum erarbeitet. Der hatte, wie Eckhard Heinemann einräumte, einen „schwierigen Start“ 2011, doch inzwischen…
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