Seit 2024 wird der Ostendorf-Standort in Coesfeld vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt – ein Großteil davon aus der eigenen Solaranlage. 
Seit 2024 wird der Ostendorf-Standort in Coesfeld vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt – ein Großteil davon aus der eigenen Solaranlage. 

Brancheneinblicke

Längst auf der Agenda

Nachhaltigkeit in der Produktion, in den Prozessen, in der ­Strategie? Für Lieferanten in der Home-Improvement-Branche  ist das meist Standard – und zwar ein hoher. Drei Beispiele.   

Fast alle Hersteller aus der DIY- und Gartenbranche beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit, sei es rein auf Produktebene oder ganzheitlich als Nachhaltigkeitsstrategie. Ein aktuelles Beispiel ist J.W. Ostendorf (JWO). Das Unternehmen hat das Thema im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung Anfang 2025 zu einem von drei zentralen Unternehmenspfeilern gemacht. Nun verankert JWO diesen Anspruch mit einer neuen Nachhaltigkeits­agenda verbindlich im Kerngeschäft (mehr dazu ist in der Juni-Ausgabe des diy-Fachmagazins zu lesen).  

Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie sind etwa der Einsatz konservierungsmittelfreier sowie gesundheitlich unbedenklicher Inhaltsstoffe, die Orientierung an Umwelt- und Qualitätsstandards sowie zertifizierte Umweltsiegel. Rohstoffe werden auf mögliche ökologische Auswirkungen sowie die Erfüllung gesetzlicher und freiwilliger Nachhaltigkeitsanforderungen geprüft. Die Produktion erfolgt am Standort Coesfeld mit 100 Prozent Ökostrom. Geschlossene Systeme sollen für Energie‑ und Ressourceneffizienz sorgen. Hinzu kommen eine eigene Abwasseraufbereitung und die Reduktion von Abfallmengen.  

Auch Nespoli setzt auf Ökostrom. In Kooperation mit den Stadtwerken Dinkelsbühl bezieht der Malerwerkzeughersteller seit diesem Jahr seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien gemäß den Anforderungen eines zertifizierten Ökostromlabels. Das Ökostromlabel garantiert zudem Investitionen in neue Anlagen, die Förderung nachhaltiger Projekte sowie die Kompensation aller CO2-Emissionen aus Bau und Betrieb durch geprüfte Klimaschutzmaßnahmen. „Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Geschäftsführer Joachim Kürten.  

Die WD-40 Company hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens beinhaltet Umwelt- und Sozialaspekte sowie Governance-Kriterien (ESG), mit Schwerpunkten unter anderem auf der Kreislaufwirtschaft, verantwortungsvollem Materialeinsatz und Produktsicherheit. Vor dem Hintergrund seiner Nachhaltigkeitsambitionen hat der Hersteller mit dem WD-40 Specialist Bio-Schmierspray ein Multifunktionsprodukt entwickelt, das zu 85 Prozent aus biobasierten Inhaltsstoffen besteht und die Standards des EU-Umweltzeichens erfüllt. Es eignet sich als Kriechöl, zum Schmieren und Schützen – im Haushalt, in der Werkstatt oder im Garten. Um das EU-Umweltzeichen zu erhalten, muss ein Produkt eine geringere Umweltbelastung über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg nachweisen, von der Rohstoffbeschaffung und Herstellung bis hin zur Verwendung und Entsorgung am Ende der Lebensdauer.

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