Ein lachendes und ein weinendes Hagebau-Auge

Baustoffe und Holzhandel gut, Einzelhandel schlecht, so muss man die Umsatzzahlen der Hagebau für das Jahr 2002 interpretieren. Dachmarken- und Auslandsexpansionsstrategie sollen nicht weiter verfolgt werden

Teils erfreuliche, teils nicht allzu gute Zahlen meldet die Hagebau, Soltau, für das vergangene Jahr. Während der Gesamtumsatz der Hagebau Deutschland inklusive der Beteiligungen mit 2,632 Mrd. € nahezu konstant blieb, sank der Einzelhandelsumsatz der Hagebaumärkte um 4,6 Prozent von 1,5445 Mrd. € auf 1,4741 Mrd. €. Die Anzahl der Gesellschafter sank 2002 um vier auf 244, die Zahl der Standorte stieg um zwei auf 931. Die Anzahl der Hagebaumärkte ging um zehn auf 283 zurück.
Die Hagebau Österreich konnte ihren Umsatz in 2002 trotz gleich bleibender Anzahl an Gesellschaftern und Standorten um vier Prozent auf insgesamt 307,3 Mio. € steigern, der Einzelhandel legte dabei um 3,6 Prozent auf 62,7 Mio. € zu. Insgesamt zeigten sich die Verantwortlichen der Soltauer Kooperation auf der diesjährigen Winterarbeitstagung in Magdeburg mit dem Ergebnis zufrieden, die Erwartungen seien "deutlich übertroffen" worden. Verantwortlich für das für Deutschland zumindest ausgeglichene Umsatzergebnis sind die Zuwächse beim Baustoff- und vor allem beim Holzhandel. Diese Bereiche legten 2002 beim Umsatz um 4,7 Prozent auf 1,517 Mrd. € zu.
In seiner Schlussrede in Magdeburg gab Hagebau-Geschäftsführungsmitglied Hans-Joachim Hoewner außerdem bekannt, dass man bei der Hagebau "Abstand genommen hat von der Verfolgung von Expansionszielen in Polen und in anderen europäischen Staaten." Außerdem habe man sich "von dem weiteren Aufbau einer gemeinsamen Dachmarke Hagebau" verabschiedet.
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