Einheitlich uneinheitlich

06.06.2003

Eine diy-Umfrage zu den Ladenöffnungszeiten an Samstagen ergab: keine großen Erwartungen, keine einheitliche Linie

Eine aktuelle Umfrage des Branchenmagazins diy zu den geänderten Ladenöffnungszeiten und deren Umsetzung bei den deutschen Baumarktbetreibern ergab ein vollkommen uneinheitliches Bild. Gefragt, ob man den Rahmen maximal ausnutzen werde (Öffnungszeit bis 20 Uhr), antworteten ein Teil der befragten Baumarktzentralen mit "Ja" (z. B. Wal-Mart), der überwiegende Teil will seine Öffnungszeiten allerdings regional/lokal den Gegebenheiten anpassen und teils bis 20 Uhr, teils aber auch bis 18 Uhr oder wie bisher nur bis 16 Uhr öffnen (z.B. Rheika-Delta, Toom-Baumarkt, Marktkauf, Hagebau, Max Bahr). Andere überlassen diese Entscheidung ihren Gesellschaftern vor Ort (bspw. I&M) oder wollen nichts ändern (z.B. Hellweg, Nowebau).
Die Umsetzung erfolgt bei den Handelsunternehmen, die ihre Öffnungszeiten ausdehnen, durch eine Überarbeitung der Einsatzpläne, z.T. werden Zulagen gezahlt. Hagebau empfiehlt beispielsweise ab 13 Uhr eine "kleine qualifizierte Allroundbesetzung". Allzu hohe Umsatzerwartungen verbindet man allerdings so gut wie nicht mit der Samstagsliberalisierung der Öffnungszeiten. Allgemeiner Tenor: Es findet nur eine Umsatzverlagerung von den Wochentagen auf den Samstag statt, "wohl aber höhere Kosten" (Marktkauf). Wenn die Kunden mit den jeweiligen Öffnungszeiten aber zufrieden seien, dann müsste sich das auch im Umsatz niederschlagen, meint optimistisch Toom-Baumarkt.
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