„Kein Holz aus russischem Urwald“

11.02.2004

Rettenmeier weist den Greenpeace-Vorwurf zurück, illegal eingeschlagenes Holz zu verkaufen, räumt aber die falsche Herkunftsbezeichnung ein

Der von Greenpeace beschuldigte Schnittholzlieferant Rettenmeier, Wilburgstetten, hat jetzt in einer ausführlichen Stellungnahme den Vorwurf zurückgewiesen, Holz aus geschützten russischen Urwäldern verkauft zu haben. Eine Erklärung des russischen Lieferanten, der Sägemühle 26 Archangelsk, belege, dass das Holz nicht aus dem Dvinsky-Urwald stamme, geht aus der Stellungnahme hervor. Das Sägewerk durchlaufe derzeit ein Verfahren zur Zertifzierung nach FSC. Rettenmeier räumt allerdings ein, dass Produkte aus russischem Schnittholz mit einem Etikett versehen wurden, das für Ware aus rein deutscher Herkunft vorgesehen ist, und bedauert, den Fehler nicht rechtzeitig bemerkt zu haben.
Das Unternehmen betont, dass lediglich 0,12 Prozent seiner Schnittholzprodukte aus russischem Holz hergestellt werden. Fast 90 Prozent des Schnittholzes würden in eigenen Sägewerken aus Rundholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft erzeugt, weitere 9,9 Prozent stammten aus europäischen, unter anderem skandinavischen und baltischen Importen. Außerdem kündigte Rettenmeier an, seinen Kunden Erklärungen zuzustellen, die die Herkunft der gelieferten „Ware aus illegalem Holzeinschlag ausschließen. Bis zu endgültigen Klärung will das Unternehmen keine Schnitthölzer aus der Region Archangelsk einkaufen und vertreiben.
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