Hartz IV und der Fachhandel

ZGV-Hauptgeschäftsführer sieht kurzfristig Chancen für Verbundgruppen

„Teile des Einzelhandels in Ostdeutschland werden bis zum Jahresende einen unerwarteten Aufschwung erleben“, so Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV), in einer aktuellen Presserklärung des Verbandes. „Wenn die Banken und Versicherer verstärkt von Kontoräumungen und Kündigungen berichten, wird nicht alles als Spargroschen unter der Matratze landen. Viele Betroffene möchten ihr Erspartes in neue Möbel, ihren Wagen oder ihre Wohnung stecken. Das sind langlebige Konsumgüter und Investitionen, die nicht als Vermögenswerte für den Bezug von Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Dieses Strohfeuer wird jedoch bis Jahresende abgebrannt sein. Dann werden sich die fehlenden 2,5 Milliarden € Transferzahlungen im Handwerk und im Einzelhandel bitter bemerkbar machen." Veltmann warnte davor, diejenigen zu kriminalisieren, die jetzt ihre Rücklagen auflösen: „Nur wer sein Geld tatsächlich versteckt, um ab Januar Arbeitslosengeld II zu kassieren, handelt sozial fragwürdig. Viele werden jetzt noch einmal die Chance nutzen, hochwertige und langlebige Waren im Fachhandel zu kaufen, bevor sie sich durch Hartz IV nur noch Ramsch vom Restpostenmarkt und Dürftiges vom Discounter leisten können.“
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