Eigenleistungen bringen im Schnitt fast 30.000 €

05.01.2005
LBS Research: 15 Prozent des gezahlten Neubau-Preises werden durch Eigenleistungen erbracht

Sparen ohne Qualitätsabstriche - auf diese Formel setzen neue Wohneigentümer mehr denn je. Sie nutzen immer stärker die preisgünstigeren Angebote von gebrauchten Immobilien. Und auch beim Neubau wird noch mehr als bisher auf Einsparmöglichkeiten geachtet. Zwei von drei Erwerbern von neu errichteten Eigenheimen reduzierten in den Jahren 2001 bis 2003 gezielt die Kosten, und zwar mit einem ganzen Strauß von Sparansätzen. Das hat eine aktuelle Befragung von TNS Infratest ergeben, die von mehreren Instituten, unter anderem den Landesbausparkassen (LBS), in Auftrag gegeben wurde.
Dabei sind die Bauherren laut LBS Research in den neuen Ländern noch kosten- und preissensibler als die im ehemaligen Bundesgebiet. In Ostdeutschland geben sogar 82 Prozent der Befragten an, in den letzten drei Jahren zweckgerichtet Einsparmöglichkeiten realisiert zu haben (nach 77 Prozent in den Jahren 1998 bis 2000). Auch in Westdeutschland hat sich das kostengünstige Bauen zusätzlich verbreitet: Von 61 auf 64 Prozent aller Neubau-Eigenheime stieg hier der Anteil weiter an.
Mit Abstand an der Spitze aller genutzten Möglichkeiten liegen dabei größere Eigenleistungen. 61 Prozent aller Kostensparer in den alten Ländern nutzen gezielt diesen Ansatz, in den neuen Ländern sind es sogar 69 Prozent. Welches Potenzial hier gehoben werden kann, zeigt nach Einschätzung von LBS Research die Tatsache, dass der Wert dieser Eigenleistungen im Schnitt mit 28.000 € beziffert wird. Das sind annähernd 15 Prozent der durchschnittlich gezahlten Neubau-Preise. Beim Vertrauen auf die "Muskelhypothek" setzen die meisten Erwerber sich gleichwohl Grenzen: Das Selbstbauhaus wird nur von relativ wenigen (rund fünf Prozent) als Angebot genutzt.
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