Raumgreifend

21.06.2005

Die durchschnittliche Wohnfläche ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Inzwischen hat sich das Wachstum aber verlangsamt

Die Deutschen haben immer mehr Platz zu Hause. Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohner in Westdeutschland ist im vergangenen Jahr auf 41,2 m² gestiegen; 1992 waren es noch 36,5 m². In Ostdeutschland ist der Wert von 29 auf 38 m² nach oben gegangen. Der Bundesschnitt lag 2004 bei 40,7 m². Damit hat sich das Wachstum der Pro-Kopf-Fläche nach einem Schub in den 90er Jahren inzwischen jedoch deutlich verlangsamt, wie das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) errechnet hat. Nach Auffassung von Institutsleiter Dr. Stefan Jokl sind maßgeblich „der drastisch eingebrochene Wohnungsneubau in den vergangenen Jahren, aber auch das fehlende Einkommenswachstum“ für die Verlangsamung verantwortlich.
Erhebliche Unterschiede gibt es im innerdeutschen Vergleich der Bundesländer. So können sich die Saarländer mit durchschnittlichen 46 m² am meisten ausbreiten, dagegen haben die Einwohner Hamburgs, das an letzter Stelle rangiert, nur 36 m² zur Verfügung. Im internationalen Vergleich sind auch die gestiegenen deutschen Werte nicht Spitze: Die Wohnfläche in Dänemark oder in der Schweiz liegt im Schnitt bei 50 m².
Die ausführliche Wohnflächenstatistik finden Sie in unserer Rubrik DIYplus/Marktdaten (s. u.: Weitere Beiträge zu diesem Thema).
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