Handel aktuell

07.08.2006

Aus zwei mach eins
Die bisher selbstständigen Firmen Dämm- und Baustoffhandel Bückeburg-Warber GmbH und die Georg Altenburg GmbH & Co. KG, Niederlassung Bückeburg, haben im Rahmen einer Fusion ein gemeinsames Baucentrum Bückeburg GmbH & Co. KG gegründet.
Die gemeinsame Gesellschaft wird seit dem 1. Januar 2006 am bisherigen Standort der Firma Altenburg betrieben. Geschäftsführer sind Ralf Bake und Marc Bingel. Die neue Gesellschaft ist Beteiligungsgesellschaft der Georg Altenburg GmbH & Co. KG und damit Mitglied der Hagebau und Contract Company.
AVA hält Umsatzniveau
Die zur Edeka-Gruppe gehörende AVA Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG (Bielefeld) hat im Geschäftsjahr 2005 nach vorläufigen Zahlen ihren Einzelhandelsumsatz mit 5,55 Mrd. € auf Vorjahresniveau halten können. Demnach konnten die sich in der Umstrukturierung befindenden Marktkauf-Baumärkte den Umsatz mit 1,06 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr stabil halten. Für die Branche werde, so das Unternehmen, im Durchschnitt ein Minus von rund zwei Prozent erwartet. Die Tochtergesellschaft Marktkauf Rus mit ihrem Einkaufszentrum in Moskau steigerte den Umsatz um 22,3 Prozent auf 92,1 Mio. €. Die Verkaufsfläche hat 2005 durch Neueröffnungen und Erweiterungen um 30.000 m² auf rund 1,93 Mio. m² zugenommen. Als neuer Standort kam u.a. auch ein Verbrauchermarkt mit Baumarkt und Getränkemarkt in Horn-Bad Meinberg hinzu.
„Sieger ruinöser Rabattschlachten“
Hornbach hat seine Umsätze in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (1. März bis 30. November 2005) gesteigert, hatte beim Ergebnis jedoch Rückgänge zu verzeichnen. In der Holding lagen die Umsätze nach drei Quartalen mit 1,8920 Mrd. € um 7,2 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal ist der Nettoumsatz um 8,3 Prozent auf 599,9 Mio. € gestiegen. Die Bau- und Gartenmärkte im Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG haben ihren Umsatz auf vergleichbarer Verkaufsfläche im dritten Quartal um 1,8 Prozent auf 561,6 Mio. € und in den ersten neun Monaten um 1,1 Prozent auf 1,7791 Mrd. € erhöht. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag in der Holding nach neun Monaten bei 95,3 Mio. € und damit um 15,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Albrecht Hornbach (Bild), Vorstandsvorsitzender der Holding, führt den Ergebnisrückgang zum einen auf das gute Ergebnis im Vorjahr zurück, „das nur schwer zu toppen ist“. Zum anderen verwies er bei der Präsentation der Bilanz auf den „knallharten Wettbewerb“ in der Branche. Hornbach werde als Sieger aus der „Ära ruinöser Rabattschlachten“ hervorgehen. Die Rückkehr des Wettbewerbers Praktiker an die Börse begrüßte er als einen „Schritt zur weiteren Öffnung der Do-it-yourself-Branche hin zu den Kapitalmärkten“.
In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen allein im Inland 15 neue Märkte eröffnen. Schwerpunkte der Expansion sind der Großraum München sowie Düsseldorf und Hamburg.
Optimisten nehmen 2006 zu
45 Prozent der Bevölkerung gehen mit Hoffnungen in das neue Jahr 2006. Das sind deutlich mehr Optimisten als in den letzten Jahren. Das geht aus der jährlichen Dezemberbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Im Blick auf 2005 waren nur 38 Prozent der Bevölkerung gut gestimmt und hoffnungsfroh. Mehr als jeder zweite (52 Prozent) signalisierte in der damaligen Umfrage für das neue Jahr Befürchtungen oder Skepsis. Die traditionelle Frage, die das Institut für Demoskopie Allensbach seit 1949 jeweils zum Jahreswechsel an die Bevölkerung richtet, lautet: „Sehen Sie dem neuen Jahr mit Hoffnungen oder Befürchtungen entgegen?“
In der Vergangenheit stand die Zahl der Optimisten am Ende eines Jahres häufig in enger Verbindung mit der Konjunkturentwicklung des folgenden Jahres. Wenn die Zahl derjenigen, die hoffnungsvoll ins neue Jahr gingen, größer war als im Vorjahr, war Wirtschaftswachstum angesagt, wenn sie kleiner wurde, war mit einer Konjunkturverschlechterung zu rechnen.
So gut wie seit langem nicht mehr
Deutsche Konsumenten glaubten zum Ende des Jahres 2005 sehr viel häufiger als zuvor, dass es mit der konjunkturellen Entwicklung aufwärts geht. Wie die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2005 zeigen, legte nach einer Abwärtsbewegung im November der Indikator zum Jahresende um 20,5 Punkte kräftig zu und setzte damit die seit Mitte 2005 anhaltende Aufwärtsentwicklung fort. Mit einem Wert von 11,9 liegt er jetzt deutlich im positiven Bereich und ist so hoch wie seit Juli 2002 nicht mehr. Der Indikator Anschaffungsneigung legte im Dezember 2005 um 10,2 Punkte auf einen Wert von 2.1 zu. Er liegt damit erstmals seit Ende 2001 wieder im positiven Bereich. Für Januar 2006 prognostiziert der Indikator – nach revidiert 3,4 Punkten im Dezember – einen Wert von 3,8 Punkten.
Großaktionär bei Praktiker
Nach einer Finanzanzeige von Praktiker am 28. Dezember 2005 in der Börsen-Zeitung hält die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Brandes Investment Partners LP, San Diego, derzeit rund 6,4 Prozent der Anteile des Baumarktbetreibers aus Kirkel. Am 13. Dezember 2005 hat demnach der Stimmrechtsanteil von Brandes an Praktiker die meldepflichtige Fünf-Prozent-Schwelle der Stimmrechte überschritten. Augenblicklich befinden sich noch 40,5 Prozent der Aktien bei der Metro AG, Düsseldorf, und 6,4 Prozent bei Brandes; 53,1 Prozent sind im Streubesitz. Brandes ist mit fast 8,6 Prozent auch am Volkswagen-Konzern beteiligt.
Facheinzelhandel mit Rückgang im November
Der November 2005 hat dem Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf Umsatzrückgänge gebracht. Auf nominal -2,0 Prozent und real -1,3 Prozent veranschlagt das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen das Minus. Für den Einzelhandel insgesamt verzeichnet die Statistik im November ein nominales Plus von 0,3 Prozent; real wurden 0,6 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat.
Lust auf mehr? Die Umsatzveränderungen der zurückliegenden Monate im Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf finden Sie im Internet bei www.DIYonline.de in unserer Rubrik DIYplus/ Marktdaten.
AHS-Herbstmesse mit neuem Besucherrekord
Zur AHS-Herbstmesse, der größten Verbandsmesse Österreichs von 3e und Hagebau/Öbau, kamen 1.800 Besucher (Vorjahr: 1.600) nach Wels. Sie konnten sich am 23. und 24. November 2005 einen Überblick über das Angebots- und Leistungsspektrum der rund 200 Aussteller verschaffen. Auf 14.500 m² zeigten sie die neuesten Trends auf dem Baumarkt- und Baustoffsektor. Die neue Hallenstruktur sei, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, von Anbietern und Besuchern positiv aufgenommen worden,  denn sie habe eine noch übersichtlichere Präsentation gebracht und einen regen Gesprächsaustausch zwischen Industrie und Besuchern ermöglicht.
Börsenwerte von 25 deutschen DIY-Unternehmen
Hagebau strukturiert Zentrale um
Die Hagebau stellt sich neu auf: Im Geschäftsführungsbereich 3 (Finanz- und Rechnungswesen, Personal und Beteiligungen) wurde zum 1. Januar 2006 das Ressort „Gesellschafterentwicklung“ geschaffen. Gleichzeitig wurden Einkauf und Vertrieb Baustoffhandel zusammengelegt. Eine weitere Veränderung im Geschäftsführungsbereich 1 (Baustoff-/Holzhandel) ist für den 1. Januar 2007 geplant. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt die Soltauer Kooperation den Fliesen-/Natursteinhandel als dritte eigenständige Fachhandelssparte.
Den neu geschaffenen Bereich „Gesellschafterentwicklung“ verantwortet Horst Schreiber, der seit 23 Jahren der Unternehmensgruppe angehört und seit 1989 als Bereichsleiter Vertrieb Baustoffhandel tätig war. Der 52-Jährige behält zudem die Zuständigkeit für das Projekt „Betriebstypenentwicklung im Baustoffhandel“. In dem neuen Aufgabengebiet sind künftig die vier Abteilungen „Gesellschafter-Akquise“, „Betreuung Allianzen“, „Beratung Betriebsoptimierung“ (bisher Baustoff-Fachhandelsbetreuung) und „Betriebswirtschaftliche Beratung“ zusammengefasst.
Im Hagebau-Baustoffhandel werden die Bereiche Einkauf und Vertrieb zusammengeführt. Die Führung dieses Aufgabengebiets übernimmt Hartmut Goldboom (43), der bisher für den Einkauf Baustoffhandel verantwortlich zeichnete. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt künftig auch die Abteilung Marketing Service, die bisher direkt der Geschäftsführung unterstellt war. In der neu geschaffenen Abteilung „Organisation Fachhandel“ fasst die Hagebau darüber hinaus alle systembezogenen Dienstleistungen wie Warenwirtschaft, Artikelstammdaten, Logistik und Vertriebs-/Bonus-Controlling zusammen.
Der neue Bereich Fliesen-/Natursteinhandel bildet ab 1. Januar 2007 im Geschäftsführungsbereich 1 die dritte Hagebau-Fachhandelssparte neben dem Baustoffhandel und dem Holzhandel. Die Kooperation hat sich zusammen mit dem Partner IGA Architekturbaustoffe GmbH & Co. Handels KG, Essen, darauf verständigt, die gemeinsame Gesellschaft CC Ceramic GmbH & Co. KG, Essen, aufzulösen und das gesamte Aufgabengebiet vollständig in die Hagebau zu übernehmen. „Von dieser Umstrukturierungsmaßnahme erwarten wir uns Umsatzwachstum, Ertragsoptimierung und die Ausschöpfung von Synergie-Effekten“, so Michael Baumgardt, der den Geschäftsführungsbereich 1 derzeit gemeinsam mit Heribert Gondert leitet.
Fachhandelskooperation tritt Baufachkooperation bei
MB-Kauf hat am 13. Dezember 2005 in Siegen den Celo-Gesellschaftervertrag unterzeichnet. Seit Januar 2006 ist damit die Baustoff-Fachhandelskooperation MB-Kauf, Kaufungen/Hessen, neuer Gesellschafter der Baufachkooperation Celo, Wilnsdorf.
„Mit unserer Entscheidung erreichen wir im Verbund mit den Partnern aus den anderen Baustoff-Fachhandelskooperationen eine neue Stärke“, so Walter Lambach, Geschäftsführer MB-Kauf. Heinz Slink, Geschäftsführer von Celo und Geschäftsführer der FDF-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Wilnsdorf, sieht in der Neugründung eine Stärkung des selbstständigen Baufachhandels in Deutschland: Die Gesellschafter der Celo GmbH repräsentieren 182 selbstständige Fachhändler mit 229 Standorten in ganz Deutschland und einem Umsatz von 1,05 Mrd. €. Die Mitgliedsbetriebe beschäftigen bundesweit 2.880 Mitarbeiter.
Etwas mehr zwischen den Jahren
Von einem „versöhnlichen Jahresausklang“ für die Branche spricht der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). „Das Weihnachtsgeschäft 2005 hat den deutschen Einzelhandel zufrieden gestellt“, erklärte Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel. Der Weihnachtsumsatz liege nach drei Jahren mit rückläufiger Entwicklung auf Vorjahresniveau, die Woche zwischen Weihnachten und Silvester habe auf einer mäßigen Vorjahresvorlage ein leichtes Umsatzplus gebracht.
Hagebau-Fachgruppe hat Zulauf
Zur Fachgruppe Galabau der Hagebau sind im vergangenen Jahr vier neue Standorte hinzugekommen. Damit ist die Zahl der beteiligten Fachhandelsbetriebe auf 48 gestiegen. Der Verkaufsumsatz der Gruppe hat sich um voraussichtlich zwei Prozent erhöht, wie auf der Vollversammlung bekannt wurde. Das für 2006 verabschiedete Marketingpaket sieht neben der Vertriebskampagne, die auf die Profi-Kunden zielt, und dem Ausbau des Hagebau-Wertwasser-Systems auch bundesweite Marketing- und PR-Aktionen vor, um gezielt Nachfrage beim Endverbraucher zu erzeugen.
Statistisches Bundesamt: Ein teures Jahr geht vorbei
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2005 voraussichtlich um 2,0 Prozent erhöht. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit 2001 mit ebenfalls + 2,0 Prozent. In den Jahren 2004 (+ 1,6 Prozent), 2003 (+ 1,1 Prozent) und 2002 (+ 1,4 Prozent) lag die Rate niedriger.
Im Dezember 2005 hat sich der Preisindex – nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern – gegenüber Dezember 2004 voraussichtlich um 2,1 Prozent erhöhen (November 2005: + 2,3 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Veränderung von + 0,8 Prozent.
Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland (HVPI) hat sich im Jahresdurchschnitt 2005 gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2004 voraussichtlich um 1,9 Prozent erhöht. Im Dezember 2005 war der harmonisierte Verbraucherpreisindex gegenüber Dezember 2004 voraussichtlich um 2,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der Index um 1,0 Prozent.
Hamburg liegt bei den Bundesländern knapp vorne
Hamburg hat die höchste Kaufkraft pro Einwohner in Deutschland. Mit 18.984 € rangiert die Hansestadt im Ländervergleich 2005 knapp vor Hessen und Bayern. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 14.050 €. Das ist das Ergebnis des GfK-Kaufkraftatlas 2006. Nach Angaben der Regionalforscher ist das für Konsumzwecke verfügbare Einkommen der privaten Haushalte im bundesweiten Trend der letzten zehn Jahre leicht gestiegen. Im kommenden Jahr wird die durchschnittliche Kaufkraft 17.600 € betragen. Das bedeutet ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Sehr ausgeprägt sind allerdings weiterhin die regionalen Unterschiede. So erzielte kein einziger Landkreis in den neuen Ländern den Bundesdurchschnitt. Die fünf Länder im Osten belegen geschlossen die hintersten Plätze.
Holzland-Gesellschafter sorgen für Qualität der Branchendaten
Seit Jahresbeginn 2006 stellen 90 Holzland-Gesellschafter wirtschaftliche Kenndaten wie Kosten, BWA-Zahlen, Umsatz und Bonuswerte für Betriebsvergleiche dem Institut für Handelsforschung (IfH) an der Universität zu Köln zur Verfügung. Das meldet Holzland in seinem ersten Newsticker des neuen Jahres. Das IfH bereitet die Daten auch für eine Nutzung durch das Statistische Bundesamt auf, mit deren Hilfe Aussagen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Holzhandelsbranche getroffen werden.
Bislang hatten dem IfH nur Basisdaten aus einer weitaus geringeren Anzahl an Holzhandelsunternehmen zur Verfügung gestanden. GD Holz-Geschäftsführer Dr. Rudolf Luers und Holzland-Geschäftsführer Thomas A. Baur, so die Meldung weiter, sehen in der Bündelung der betriebswirt-schaftlichen Auswertung ein wesentliches Instrument, um der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Holzhandelsbranche gerecht zu werden.
Rückgang hat angehalten
Einen stärkeren Rückgang als noch im September hat das Statistische Bundesamt für den Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf im Oktober 2005 ermittelt. Die Umsätze lagen der offiziellen Statistik zufolge um nominal 2,1 Prozent und real 2,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit behält auch die für den Zeitraum Januar bis Oktober 2005 erhobene Umsatzentwicklung ihr negatives Vorzeichen.
Lust auf mehr? Die Veränderungsraten der Umsätze im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf der zurückliegenden Monate finden Sie im Internet bei www.DIYonline.de in unserer Rubrik DIYplus/ Marktdaten.
Kooperation der Kooperationen bei EMV-Profi und Holzring
EMV-Profi und Holzring kooperieren seit dem 1. Januar 2006. Damit entstand eine neue Kooperation mit über 300 Mitgliedern. Während EMV-Profi seine Kompetenzen im Einzelhandel einbringt, deckt Holzring alle Bereiche des klassischen Holzgroßhandels ab. Den Mitgliedern vor Ort bieten sich damit neue Möglichkeiten zur gezielten Sortimentserweiterung. Die Geschäftsführer Jürgen Knocks für EMV-Profi und Olaf Rützel für Holzring unterzeichneten Ende des vergangenen Jahres den Rahmenvertrag der neuen „Kooperation der Kooperationen“. Ziel der Vereinbarung ist die Bündelung der Kompetenzen zum Nutzen der Mitgliedsfirmen. Über die EMV-Profi-Systemzentrale steht Holzring-Mitgliedern nun ein komplettes Einzelhandelssortiment aus einer Hand zur Verfügung. EMV-Profi-Partnerfirmen können von der Einkaufs- und Vermarktungskompetenz der größten Holzgroßhandelskooperation profitieren. Praktische Hilfestellung und Beratung zur Beschaffung und Vermarktung bieten die EMV-Profi- bzw. Holzring-Dienstleistungszentralen in Lage oder Bremen.
EMV-Profi repräsentiert derzeit 257 Mitgliedsfirmen und verzeichnet einen Außenumsatz von ca. 546 Mio. €. Holzring ist mit 46 Gesellschaftern, 150 Niederlassungen und rund 1,2 Mrd. € Umsatz ein bedeutender Marktfaktor im europäischen Holzgroßhandel.
Die Hagebau erreicht doch noch das Vorjahresniveau
Die Hagebau hat 2005 laut Hochrechnung einen zentral fakturierten Umsatz von 3,314 Mrd. € erzielt. Der Umsatz liegt ganz knapp über dem Vorjahresniveau (3,313 Mrd. €). Mit dieser Mitteilung korrigiert die Kooperationszentrale ihre Einschätzung vom November 2005 nach oben. Vor allem das starke zweite Halbjahr habe zu diesem Ergebnis beigetragen, heißt es weiter. Das Vergleichsjahr 2004 war von zahlreichen Sonderaktionen anlässlich der beiden Jubiläen „40 Jahre Hagebau“ und „25 Jahre Hagebaumarkt“ geprägt. „Vor diesem Hintergrund können wir mit dem 2005 Erreichten sehr zufrieden sein“, wird Geschäftsführer Heribert Gondert zitiert. Für 2006 geht die Kooperation davon aus, im Fachhandel sowie im Baumarktbereich ein moderates Plus zu erwirtschaften.
Banken mit Wahrnehmungsproblemen
Baumarkt ist eben nicht gleich Baumarkt – so könnte die These der aktuellen Branchenstudie der Prof. Dr. Schneck Rating GmbH lauten, die Ende Dezember 2005 auf einer Pressekonferenz des BHB in Köln vorgestellt wurde (mehr dazu in der Märzausgabe von diy). Auch wenn sich einige Unternehmen durchaus dem Vorwurf fehlender Differenzierungsstrategien stellen müssten, erweise sich, so der BHB, die kritische Darstellung einer gesamten Branche in Banken- und Investorenstudien als nicht gerechtfertigt. Denn die führenden DIY-Handelsunternehmen in Deutschland weisen in den Jahren 2000 bis 2004 Umsatzsteigerungen von 16,2 Prozent vor und vermitteln somit ein weitaus besseres Bild einer sich immer noch dynamisch entwickelnden Branche.
Nicht erst seit Basel II zählen Baumärkte zu den weniger beliebten Kunden von Banken. In der Bewertung durch Analysten gelten sie als unsicher und sogar insolvenzgefährdet, da sie dem umsatzschwachen Bausektor zugerechnet werden. Diese Einschätzung spricht für grundsätzlichen Erklärungsbedarf bei der Definition „Baumarkt“ in Abgrenzung zum Baustoffhandel. So arbeiten die Baumärkte nach dem bewährten Cash-Prinzip, bei dem die Umsatzerlöse durch Barzahlung und/oder durch Karten-Zahlungssysteme fließen, wohingegen der Fachhandel der Bauwirtschaft eine wichtige Finanzierungsfunktion für das Handwerk mit den entsprechenden Risiken übernimmt. Es scheine sich, so der BHB, im Bewusstsein von Wirtschaftsexperten und Kreditinstituten noch nicht etabliert zu haben, dass es sich bei der gesamten Do-it-yourself-Branche um einen sehr heterogenen Markt handele, in dem sich verschiedene Unternehmensprofile und Geschäftsmodelle – Franchiseorganisationen, Filialbetriebe, Kooperationen, Einzelunternehmen – unterschiedliche Erfolge erarbeitet hätten. Die Studie möchte an diesem Punkt ansetzen und den Baumarktunternehmen, ihren Kapitalgebern und Geschäftspartnern eine Analyse des deutschen DIY-Marktes aus Sicht einer Rating-Agentur anbieten. Ziel der Studie ist es, eine Übersicht über die Struktur, Chancen und Erfolgsfaktoren der Branche zu geben und mit ihren Ergebnissen die qualitative Bewertung eines Unternehmens beispielsweise in Ratingverfahren zu erleichtern.
Praktiker lässt Preise sprechen
„Geht nicht, gibt’s nicht“ gibt’s nicht mehr. Seit 1. Januar 2006 bringt Praktiker seine Verkaufsstrategie mit einem neuen Slogan auf den Punkt: „Hier spricht der Preis“. Der alte Claim „Geht nicht, gibt’s nicht“ sei unverwechselbar und außergewöhnlich populär gewesen, so Praktiker, und habe wesentlich zur gegenwärtigen Markenbekanntheit von Praktiker (94 Prozent) beigetragen. Dennoch sei es nach fast sechs Jahren an der Zeit gewesen, eine neue Kernbotschaft zu formulieren. Wichtigste Anforderung: Der neue Slogan sollte definieren, was Praktiker vom Wettbewerb unterscheidet. Das sei, so das Unternehmen, die Fokussierung auf den Preis – und das bringe „Hier spricht der Preis“ auf den Punkt. Ende 2005 wurde der neue Claim bereits bei der 2005 inzwischen sechsten 20-Prozent-Rabattaktion der Kirkeler eingesetzt.
Der im Frühjahr 2000 mit der TV-Werbung von Praktiker eingeführte Slogan „Geht nicht, gibt’s nicht“ wurde  bis zum 31. Dezember 2005 an und in allen Märkten, in der Werbung sowie auf der Internet-Homepage entfernt und durch den neuen Slogan ersetzt. Einkaufs- und Marketingvorstand Karlheinz Kockmann sieht hierin eine konsequente Reduktion auf das Wesentliche.
Die Hagebau in Ungarn
Die Hagebau hat Einzelheiten über den Beitritt eines ungarischen Unternehmens zur Hagebau Österreich veröffentlicht (wir berichteten). Den Angaben zufolge trat die Tüzepker AG mit Sitz in Pécs der Kooperation zum 1. Januar 2006 bei. Das im Baustoffhandel tätige Unternehmen verfügt über 19 Standorte in ganz Ungarn. Gemeinsam mit seiner hundertprozentigen Tochter Dutker Baumaterial Groß- und Einzelhandel GmbH mit einem Standort in Kecskemet bringt es 26,6 Mio. € in die Kooperation ein. Tüzepker gehört zu 64 Prozent dem ungarischen Handelskonzern Konzum, Pécs, und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 16,7 Mio. €. Dutker hat 2004 einen Umsatz von 9,9 Mio. € erzielt.
Obi mit drei Märkten in Russland
Obi hat seinen dritten Bau- und Heimwerkermarkt in Russland eröffnet. Der Markt befindet sich in Kazan, der Hauptstadt der Republik Tatarstan, rund 820 km östlich von Moskau. Er verfügt über eine Gesamtverkaufsfläche von 12.000 m². Davon entfallen 4.000 m² auf das Gartencenter. Der Sortimentsschwerpunkt liegt auf den Bereichen Bauen, Renovieren und Instandhaltung sowie Technik und Dekoration. Der neue Standort befindet sich den Angaben zufolge zusammen mit einem Ikea- und einem russischen Hypermarkt in einem 100.000 m² großen neuen Shopping-Center. Bereits für Mitte Dezember 2005 hat das Unternehmen eine weitere Markteröffnung im Südosten von Moskau angekündigt.
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