In Zukunft weniger 20-Prozent-Aktionen

02.04.2008
Praktiker hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um fast 25 Prozent gesteigert: Max Bahr und das Ausland brachten das Wachstum. Auf das Easy-to-Shop-Konzept sollen weniger Märkte umgestellt werden als geplant

Die Praktiker-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2007 einen Nettoumsatz von 3,945 Mrd. € erzielt. Das sind 24,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland ist der Umsatz um 25,4 Prozent auf rund 2,862 Mrd. € gestiegen. Die Steigerung in dieser Höhe ist auf die Übernahme von Max Bahr zum 1. Februar 2007 zurückzuführen. Die neue Konzerntochter hat einen Anteil von 688 Mio. €. Auf vergleichbarer Fläche ist der Inlandsumsatz um 3,6 Prozent zurückgegangen. Die Umsatzerlöse im Ausland haben erstmals die Milliardengrenze überschritten. Sie sind um 23,0 Prozent auf 1,083 Mrd. € gestiegen. Das sind rund 27 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Auslandsanteil am operativen Ergebnis (EBITA) betrug dagegen 59,5 Prozent.
Insgesamt hat der Konzern ein EBITA – vor Abzug der Kartellamtsvorgaben zur Freigabe der Max Bahr-Akquisition – in Höhe von 125,8 Mio. € erreicht. Der Jahresüberschuss hat sich nach Darstellung des Unternehmens unter anderem aufgrund einmaliger Steuerbelastungen von 84,1 Mio. € im Vorjahr auf 23,7 Mio. € reduziert.
Auf der Bilanzpressekonferenz heute in Frankfurt hat Vorstandsvorsitzender Wolfgang Werner auch angekündigt, dass Praktiker ab diesem Jahr seine 20-Prozent-Rabattaktionen zugunsten von Investitionen in die Regalpreise zurückfahren werde. Vorstandsmitglied Pascal Warnking sagte dazu: „Aufmerksamkeit und Beachtung erreichen wir heute mit diesen Aktionen nicht mehr so wie früher noch.“ Auch sollen weniger Märkte auf das Easy-to-Shop-System umgestellt werden als geplant. Der Erfolg der bereits umgestellten Standorte ist offenbar geringer, als man im Unternehmen erwartet hatte. Im Ausland soll die Expansion aber forciert werden; so ist für dieses Jahr der Markteintritt in Albanien, später auch in Moldawien und anderen kleineren Ländern in Osteuropa geplant.
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